Bush bittet um Geduld
Im Irak sterben mehr als 35 Menschen

Bei neuen Gewalttaten sind am Wochenende im Irak mehr als 35 Menschen ums Leben gekommen. So wurden nach einem Bericht des Nachrichtensenders Al-Arabija nahe der nordirakischen Stadt Mossul am Sonntag mindestens 31 Menschen bei einem Selbstmordattentat getötet.

HB BAGDAD. Sie seien gestorben, als der Attentäter bei einem Stützpunkt der irakischen Streitkräfte einen Sprengsatz am Körper zündete. Außerdem habe dort kurz darauf ein Mann in einem Auto eine Bombe gezündet.

In Mossul riss außerdem ein Selbstmordattentäter am Sonntag mit einer Autobombe mindestens drei Polizisten mit in den Tod. Sieben weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt, als der Täter mit seinem Wagen eine Polizeiwache rammte. Von verschiedenen blutigen Zwischenfällen in der Hauptstadt Bagdad wurden mindestens vier Tote gemeldet, darunter ein amerikanischer Soldat.

US-Präsident George W. Bush hat unterdessen angesichts wachsender Kritik an seiner Irak-Politik in den USA seine Landsleute um Geduld und Zuversicht gebeten. In den kommenden Wochen und Monaten könne es möglicherweise noch mehr harte Kämpfe geben, sagte er am Samstag. Er sei aber zuversichtlich. Auch unter den Irakern machten sich zunehmend Hoffnung und Optimismus breit. Die Terroristen wollen nach seiner Meinung die Entschlossenheit der USA und der Iraker brechen, bevor die Demokratie Fuß gefasst habe.

Die jordanische Zeitung „Alghad“ will erfahren haben, dass der Stellvertreter des El-Kaida-Anführers im Irak, Abu Musab el Sarkawi, bei einem US-Angriff getötet wurde. Suleiman Darwisch sei bei dem Luftangriff auf Aufständische nahe der Stadt Al-Kaim an der syrischen Grenze ums Leben gekommen, berichtete das Blatt am Samstag. Sarkawis Gruppe habe den Tod bisher aus Sorge um die Moral ihrer Anhänger noch nicht bekannt gegeben.

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