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19.10.2006 
Warnung vor Atomwaffentransfer

Bush fürchtet Geschäfte zwischen Nordkorea und El Kaida

George W. Bush fürchtet ein neues Bündnis gegen die USA. Der US-Präsident hat Nordkorea vor einem Atomwaffentransfer an El Kaida oder den Iran gewarnt. Von "schwerwiegenden Konsequenzen" ist die Rede.

US-Präsident Bush hat Nordkorea eindringlich vor Lieferungen von Atomwaffen an andere Staaten gewarnt. Foto: dpaLupe

US-Präsident Bush hat Nordkorea eindringlich vor Lieferungen von Atomwaffen an andere Staaten gewarnt. Foto: dpa

HB WASHINGTON/SEOUL. Ein solcher Versuch würde als ernste Bedrohung für die Sicherheit der USA verstanden, sagte Bush dem Fernsehsender ABC News. Nordkorea drohten in diesem Fall "schwerwiegende Konsequenzen". Danach würden die USA einen Nukleartransfer stoppen und das Regime zur Rechenschaft ziehen.

In welcher Form, sagte Bush nicht. Er erklärte lediglich: "Wenn wir geheimdienstliche Erkenntnisse hätten, dass sie (Nordkorea) davor stehen, nukleare Waffen zu liefern, würden wir den Transfer stoppen, und wir würden uns mit den Schiffen oder mit den Flugzeugen beschäftigen, die das Material...transportieren". Bush sagte den Berichten zufolge weiter, die Führung in Pjöngjang müsse begreifen, dass sie im Fall eines Waffentransfers zur Verantwortung gezogen werde - genauso, wie es nach dem jüngsten Atomtest geschehen sei. Der US-Präsident bezog sich dabei auf die vor kurzem vom Uno-Weltsicherheitsrat verabschiedeten Sanktionen gegen Nordkorea. Diese hatte Pjöngjang als Kriegserklärung bezeichnet.

Der südkoreanische Außenminister und künftige Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte Nordkorea vor den Folgen eines zweiten Atomwaffentests. Die Antwort der internationalen Staatengemeinschaft werde in dem Fall noch „sehr viel ernster“ ausfallen. Ban wird im Laufe des Tags mit US-Außenministerin Condoleezza Rice zusammenkommen, die nach einem Besuch in Japan in Südkorea eintraf.

Bei dem Gesprächen geht es um die Durchsetzung der jüngsten Sanktionsbeschlüsse des Weltsicherheitsrats gegen Nordkorea. Auch Japans Außenminister Taro Aso nimmt an den Beratungen in Seoul teil. Es wurde erwartet, dass Rice die Regierung in Seoul zu einer konsequenten Befolgung der Uno-Resolution drängen wird. Südkorea will allerdings möglichst an der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Nachbarland festhalten. Von Südkorea will Rice nach China und Russland weiterreisen.

Für den Fall eines erneuten Atomtests müssten "weitere Maßnahmen" erwogen werden, sagte Rice zum Abschluss ihrer Gespräche in Tokio zu Reportern. Vor ihrer Weiterreise nach Südkorea machte sie japanischen Medien zufolge jedoch zugleich deutlich, dass man keine militärischen Aktionen beabsichtige. Zuvor hatte die amerikanische Außenministerin darauf hingewiesen, dass die USA eine Deeskalation der Krise wollten.

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