Bush hält Grundsatzrede
Irak von neuer Welle der Gewalt erschüttert

Bei einer neuen Welle von Angriffen im Irak sind am Montag in Bagdad vier ausländische Sicherheitsleute getötet worden. Bei Kämpfen zwischen Besatzungstruppen und radikalen Schiiten-Milizen in Kufa und am Rande Bagdads gab es bis zu 50 Tote.

HB BAGDAD. Unter den vier getöteten ausländischen Sicherheitsleuten sind nach Angaben des Londoner Außenministeriums zwei Briten. Das gepanzerte Fahrzeug sei am Rande der militärisch gesicherten „grünen Zone“ vor einem Haupteingang zur Besatzungsverwaltung von einer Panzerfaust oder einem versteckten Sprengsatz getroffen worden und ausgebrannt, berichteten Augenzeugen.

Unterdessen gab es bei Kämpfen zwischen Besatzungstruppen und radikalen Schiiten-Milizen in Kufa und am Rande Bagdads bis zu 50 Tote. Mit einer Grundsatzrede zu seiner Irak-Strategie wollte US- Präsident George W. Bush am Montag (Ortszeit) angesichts deutlich gesunkener Popularitätswerte die US-Öffentlichkeit wieder gewinnen.

Wenige Stunden vor der Rede von Bush legte Washington dem Uno- Sicherheitsrat seine Vorschläge für eine neue Irak-Resolution vor. Sie sollen dem Irak nach der formellen Machtübergabe am 30. Juni „volle Souveränität“ zusichern, hieß es in diplomatischen Kreisen. Der Resolutionsentwurf sollte dem Sicherheitsrat noch am Montag zur Begutachtung vorgelegt werden.

Bundesaußenminister Joschka Fischer hält eine Einigung im Uno- Sicherheitsrat für möglich. „Es gibt einen breiten Konsens, im Rahmen des Zeitplans die Souveränitätsübertragung am 30. Juni zu bewerkstelligen und das in einer Sicherheitsratsresolution zu tun“, sagte Fischer in Brüssel. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte, die deutsche Zustimmung zu der Resolution hänge unter anderem davon ab, dass die künftige Übergangsregierung in Bagdad Zugang zu den Ölquellen im eigenen Land und Kontrollrechte über die Sicerheitsorgane erhalte.

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