Bush hebt Zölle auf
Stahlkonflikt USA gegen EU entspannt sich

Die Europäische Union und die Stahlindustrie zeigten sich erleichtert über die Entscheidung des US-Präsidenten Bush, die umstrittenen Stahlzölle aufzuheben.

HB WASHINGTON/BRÜSSEL. US-Präsident George W. Bush hatte am Donnerstagabend die Zölle aufgehoben und einen drohenden Handelskrieg mit der EU und Japan abgewendet. Nachdem EU-Handelskommissar Pascal Lamy erklärt hatte, dass die EU ihre für Mitte Dezember angedrohten Strafzölle gegen US-Exporte zurückziehen werde, kündigten auch Japan und Südkorea ihren Verzicht auf Gegenmaßnahmen an.

Ursprünglich sollten die US-Schutzzölle von bis zu 30 Prozent bis Frühjahr 2005 gelten. Sie waren im März 2002 auf Importe im Umfang von rund drei Milliarden Doller im Jahr erhoben worden. Damit wollte die Regierung der angeschlagenen heimischen Stahlindustrie Zeit zur Konsolidierung geben. Die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf erklärte die Maßnahme jedoch für illegal.

Die deutsche Stahlindustrie reagierte positiv. „Wir sind froh, dass auf diese Weise der drohende Handelskrieg mit der EU vermieden werden kann“, erklärte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, am Freitag in Düsseldorf. Wegen der Zölle seien die Lieferungen aus Deutschland in die USA um 40 Prozent von 1,6 Millionen Tonnen im Jahr 2001 auf rund 1 Million Tonnen im laufenden Jahr zurückgegangen. Die USA seien nach der EU der wichtigste Export-Markt. Man erwarte nun eine Normalisierung der Exporte in die USA.

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