Bush im Krisengebiet
Erste Hurrikan-Opfer kehren zurück

Paradoxe Lage in New Orleans: Tausende „Katrina“- Flüchtlinge sind am Montag in die Stadt zurückgekehrt. Hilfskräfte lieferten sich zugleich ein wettrennen mit der Zeit: Sie setzten zugleich die Suche nach Hurrikan-Opfern fort und versuchten Hunderte noch immer eingeschlossene Menschen in Sicherheit zu bringen.

HB NEW ORLEANS. Auch eine Woche nach dem Hurrikan gebe es noch über 1 000 Hilferufe am Tag, teilte die Polizei mit. Die Helfer waren auch am Montag mit Booten und Hubschraubern unterwegs, um Menschen aus Häusern und von Dächern zu holen, wo sie seit Tagen auf Hilfe warten. Retter machten in Häusern der überfluteten Stadt eingeschlossene Überlebende aus. Über die Opferzahl gab es noch immer keine Klarheit. Tausende waren nach Schätzungen der Behörden trotz der Evakuierungsanordnung in der Stadt geblieben. Es wird befürchtet, dass viele von ihnen ertranken. 59 Menschen waren in New Orleans tot geborgen worden, 166 in Mississippi. Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, geht aber allein in seiner Stadt von mehreren tausend Opfern aus.

„Meine Jungs kommen in ein Haus und rufen mich an, dass ältere Leute im Bett liegen, heftig atmen und zu sterben drohen, und wir können nichts machen“, sagte Küstenwachen-Hauptmann Bruce Jones dem Sender CNN. „Wir erhalten Hilferufe, in denen es heißt „Wir brauchen Sie, in unserem Hospiz liegen zehn Tote und zehn weitere Kranke liegen im Sterben“. Diese Leute haben wahrscheinlich gestern oder vorgestern noch gelebt.“

In New Orleans waren rund 100 Mitarbeiter der Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA) im Einsatz, um aus den überfluteten Häusern Leichen zu bergen. Die sterblichen Überreste wurden in Kühlwagen nach St. Gabriel eine Stunde nördlich von New Orleans gebracht, wo anhand von Zahnabdrücken und DNA-Analysen die Identifizierung vorgenommen wird. Aus vielen Gebäuden der Stadt strömte nach Angaben von Reportern starker Verwesungsgeruch. Die Einsatzkräfte fanden oft Familien, die in den eigenen vier Wänden ertrunken waren.

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