International
Bush schafft Demokratie-Rollkommando

Eine zivile Truppe soll nach den Plänen von US-Präsident George W. Bush die Demokratie in jene Länder bringen, die es nach Ansicht der USA nötig haben. Vorbild ist das Militär.

HB WASHINGTON. Nach einem am Mittwoch vom Weißen Haus verbreiteten Redetext sagte Bush bei einem Abendessen vor dem Internationalen Republikanischen Institut in Washington, die USA müssten künftig schneller reagieren können, um neuen Demokratien bei der Schaffung stabiler Institutionen helfen zu können. Das Internationale Republikanische Institut hat sich die weltweite Verbreitung der Demokratie zum Ziel gesetzt.

Die USA hätten im Irakkrieg beweisen, dass militärisches Personal schnell überall in der Welt eingesetzt werden könnte. Dies gelte aber nicht für zivile Regierungsangestellte, betonte der Präsident. Um dem abzuhelfen, werde ein Corps von ausgebildeten Zivilisten aus dem Regierungsapparat und auch aus Freiwilligen von außerhalb der Regierung gebildet werden. Sie sollen schnell in Regionen eingesetzte werden, in denen etwa durch Kriege oder Revolutionen Krisen eingetreten seien.

Die Bush-Regierung war kritisiert worden, weil sie keinen adäquaten Plan für den Irak nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im Jahre 2003 hatten. Aufständische haben seitdem eine Vielzahl von Attentaten mit Hunderten von Toten verübt. Bush hat die Verbreitung der Demokratie im Nahen Osten und anderswo in der Welt zu einer der Hauptaufgaben seiner zweiten Amtszeit gemacht.

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