Bushs Haushalt: 700 Milliarden für Verteidigung

Bushs Haushalt
700 Milliarden für Verteidigung

Die Kriege im Irak und Afghanistan werden für die Steuerzahler in den Vereinigten Staaten immer teurer. US-Präsident George W. Bush will weitere 245 Milliarden Dollar für die Verteidigung und den Krieg gegen den Terror. Damit würde dieses Budget auf 700 Milliarden Dollar ansteigen.

HB WASHINGTON. Angesichts der anhaltenden Gewalt will US-Präsident Bush den US-Kongress um die Bewilligung von weiteren 245 Milliarden Dollar (189 Milliarden Euro) für das laufende und kommende Haushaltsjahr bitten, wie die „Washington Post“ berichtet. Danach will Bush den von den oppositionellen Demokraten geführten Kongress am Montag auffordern, insgesamt mehr als 700 Milliarden Dollar für Verteidigungsausgaben und den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus zu genehmigen. Das Budget des Pentagons für das am 1. Oktober beginnende Haushaltsjahr 2008 liege rund zehn Prozent über dem diesjährigen.  

Sollte der von den Demokraten kontrollierte Kongress den Etatwunsch des republikanischen Präsidenten billigen, würden die Ausgaben für die Kriege in Afghanistan und Irak seit 2001 auf 745 Milliarden Dollar steigen - inflationsbeglichen wäre dies mehr als für den Vietnamkrieg.

Führende Demokraten kündigten bereits eine akribische Prüfung der einzelnen Ausgabeposten an und machten deutlich, dass sie nicht gewillt seien, dem Präsidenten einen Blanko-Scheck auszustellen. Allein für das laufende Haushaltsjahr benötigt die US-Armee für die Kriege im Irak und in Afghanistan zusätzlich 100 Milliarden Dollar. Bush hatte Anfang Januar angekündigt, die Zahl der US-Soldaten im Irak um 21 500 zu erhöhen, um die Sicherheitslage vor allem in der irakischen Hauptstadt Bagdad unter Kontrolle zu bringen.

Auch für 2009 hat das Weiße Haus bereits die ersten Rechnungen aufgemacht. Rund 50 Milliarden Dollar wurden für die beiden Krisenherde vom Weißen Haus avisiert. Dies sei das erste Mal, dass die Bush-Regierung so langfristige und konkrete Etatwünsche für den Irak und Afghanistan nenne, schreibt die Tageszeitung „USA Today“.

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