CDU-Politiker

„Griechenland ist ein Fass ohne Boden“

Eine Studie der OECD stellt die Reformfähigkeit Griechenlands in Frage. Der CDU-Haushaltspolitiker Klaus-Peter Willsch kritisiert die Behörden des Landes - und wirft ihnen Boykott vor.
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Griechenlands Fähigkeit zu Reformen wird bezweifelt. Quelle: dpa

Griechenlands Fähigkeit zu Reformen wird bezweifelt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer CDU-Haushaltspolitiker Klaus-Peter Willsch hat angesichts der Einschätzung der OECD, wonach Griechenland zu Reformen nicht in der Lage ist, scharfe Kritik an den Behörden in dem Land geäußert.

„Jede noch so ambitionierte Reformanstrengung der griechischen Regierung kann durch internen Boykott oder schlichtes Unvermögen in der griechischen Verwaltung, Rechtspflege usw. zunichte gemacht werden“, sagte das Mitglied im Bundestags-Haushaltsausschuss Handelsblatt Online. Dieser behördeninterne Streik habe sogar noch „fatalere Auswirkungen“ als Demonstrationen auf der Straße.

So sei die Annahme, Griechenland werde in absehbarer Zeit die Kurve bekommen, „ökonomisch unhaltbar“, sagte Willsch. Alle wirtschaftlichen Kennziffern sprächen dagegen. Die Troika lege regelmäßig „unterirdische Berichte“ vor. „Geld gibt es trotzdem, weil die Politik unbeirrt den falschen Weg der Insolvenzverschleppung durch immer neue Rettungsschirme weiterverfolgt“, kritisierte der CDU-Politiker.

Eine Untersuchung aller 14 griechischen Ministerien durch die OECD hatte dort überall einen Mangel an Daten und Fachwissen, Organisation und Zusammenarbeit ausgemacht. Ein Grund ist der OECD zufolge, dass der Regierungschef nur wenig kontrolliert: „Das Zentrum der Regierung hat weder die Autorität noch die Kapazität, den Schlüsselministerien eine gemeinsame Politik aufzuzwingen.“

Willsch sagte dazu, die Ergebnisse der Studie überraschten ihn nicht. Berichte „mit ähnlich desaströsen Ergebnissen“ kämen regelmäßig. Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft befürchteten, dass das, was man sehe, erst der Anfang sei. „Genau das mahne ich schon seit Beginn: Griechenland ist ein Fass ohne Boden“, sagte der CDU-Politiker.

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15 Kommentare zu "CDU-Politiker: „Griechenland ist ein Fass ohne Boden“"

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  • wlsche Partei willste denn Wählen die Roten Grünen die wollen doch noch mehr die wollen Deutschland und unser Geld verschenken

  • An den lieben CDU Politiker
    Das kann man im Griff kriegen.

    bitte nicht vergessen das nach dem 2 Weltkrieg der Marschall Plan für uns Gottseidank eingetreten ist.
    Unsere Schulden wurden alle erlassen bis zum Zeitpunkt wo es eine Wiedervereinigung geben sollte und auch heute drücken wir uns noch von
    Reparaturzahlungen.
    SONST GÄBE ES KEIN WIRTSCHAFTSWUNDER

  • Griechenland ist das Simbabwe Europas!

  • Das Problem liegt nicht bei Griechenland sondern bei unseren korrupten Politikern. Merkel und Co. kassieren Schmiergelder durch die Hilfen an Griechenland von Ackermann (Deutsche Bank) und den Griechen. Kein vernünftiger und ehrlicher Mensch hätte Griechenland in den Euro reingelassen noch Griechenland geholfen. Deswegen sollten wir endlich mal vor der eigenen Haustür kehren. Zum Beispiel Siemens hat Schmiergelder von vielen Milliarden an Politikern und Beamten bezahlt, aber komischerweise ist wie in jedem anderen Bananenstaat kein Politiker oder Beamter bestraft worden, sondern nur paar Siemens Manager.... usw. z.B. unsere korrupten Richter, Dozenten... müssten auch mal endlich bestraft werden.

  • Leider kommt die Aussage nicht von einem (beliebigen)CDU-Politiker, sondern eben "nur" von Klaus-Peter Willsch, und damit einem der aufrichtigen 15 Abweichler, deren Meinung bei ihren jeweiligen Fraktionen ohnehin nicht gilt.
    Die Hoffnung, dass die EU-Verblendung bei der Mehrheit der CDU/CSU ein Ende nimmt, habe ich aufgegeben.

  • ... das ist Fass ohne Boden, weil es mathematisch berechenbar ist. Und es betrifft das komplette westl System.

    Fakt 1: Geld wird von Banken nicht verliehen, sondern per Buchung im Computer erschaffen, d.h. ein Kredit für Person B kommt nicht durch Verleihung des Geldes von Person A zustande, sondern wird neu erschaffen, aus dem Nichts.

    Fakt 2: Auf diesen Kredit des Geldes, das die Banken nicht haben, wird der Zins fällig.

    Fakt 3: Die Rückzahlung des Kredites und des Zinses kann dann auch gar nicht möglich sein, da der Zins nicht im Kreislauf vorhanden ist, d.h. eine komplette Rückzahlung ist unmöglich.

    Fakt 4: Um den Zins rückzahlen zu können, muss entweder a.) jemand anders Geld weggenommen werden, oder b.) ein neuer Kredit aufgenommen werden.

    Fakt 5: Der Zins ist ein ZinsesZins, der exponentiell ist, und damit die Problematik zeitlich nach hinten vergrößert.

    Fakt 6: Durch den exponentiellen Verlauf wird der Zins irgendwann so gross, dass die komplette aufgenommene neue Kreditmenge nur noch für Zins ausgegeben werden muss. Dann erfolgt der Crash.

    Zusammenfassung: Das aktuelle Finanzsystem ist geschaffen worden, ohne jemals die komplette Rückzahlung zu ermöglichen. Das betrifft z.Zt. im Focus
    den Eur, der komplette Zusammenbruch kommt, allein der Zeitpunkt ist offen.

    >Franz Hörmann
    >wissensmanufaktur dot net/vorträge
    >Berd Senf

  • Schön, dass die CDU das jetzt auch schon gemerkt hat.
    Wo sind jetzt die Konsequenzen? Es gibt leider keine.
    Es wird weiter schön geredet, gebürgt und bezahlt und den Rest legt die EZB drauf.
    Alles für den heiligen Euro.
    Ich weiß, es macht keinen Sinn hier zu kommentieren, aber ich tue es trotzdem.
    Ich möchte mir hinterher (wenn auch Deutschland bankrott ist) nicht nachsagen lassen, ich hätte es nicht wenigstens versucht.

  • @Alle Kommentatoren

    Aber Leute, Ihnen fehlt wohl das "mitfühlende Herz"?? Schön SPD und Grüne wählen... Damit bauen wir doch Europa auf. Das wird schon. Der GröWaZ Helmut Schmidt ist doch das Leuchtfeuer, der mit seiner beeindruckenden Schwachmatenrede bei der SPD sein leichtes Gewicht in die Waagschale wurf.


  • Mit dem Olivenanbau ist es allerdings nicht getan. Ausser paar lokale Pressen/ Verarbeitung fehlt denen sowohl ein Glashersteller als auch eine konkurrenzfaehige Abfuellanlage. Deshalb kaufen ja die italienischen Freunde" aus dem Süden die Produktion auf.

    Nicht so einfach mit Drachme - Olive und einem von der Verantwortung entruecktem, verwahrlosten Politik-EU-Griechen an sich.

  • Wenn wir unsere Gelder im eigenen Land ausgeben würden, bräuchten wir keine Schulden machen.
    Die Gelder, die wir selbst leihen müssen, landen nicht nur im EU-Projekt, sondern auch hier.
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/udo-ulfkotte/merkel-schafft-unser-geld-ins-ausland-wir-finanzieren-jetzt-134-afghanische-hilfspolizisten.html

    Kein Wunder, dass wir auf keinen grünen Zweig kommen.

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