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CDU-Wirtschaftsrat: „Schuldenschnitt für Griechenland unvermeidlich“

exklusiv Der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk, fordert eine Abkehr von der Austeritätspolitik gegenüber Athen. Ein weiterer Schuldenschnitt sei beinahe unvermeidlich – auch wenn er schmerzlich wäre.

Der Präsident des Wirtschaftsrates, Kurt Lauk. Quelle: dpa
Der Präsident des Wirtschaftsrates, Kurt Lauk. Quelle: dpa

BerlinIn der CDU wird der Ruf nach einem Schuldenschnitt für Griechenland laut. In einem Exklusivbeitrag für das Handelsblatt (Freitagausgabe) schreibt der Präsident des Wirtschaftsrats, Kurt Lauk: „Ein erneuter Schuldenschnitt für Griechenland ist nahezu unvermeidlich.“ Zwar  wäre es schmerzlich, einen Großteil der bisherigen Hilfsgelder abschreiben zu müssen. „Klar ist aber auch: Einfach immer weiter die Haftungsrisiken auszudehnen, hochzuhebeln oder zu verschleiern kann nicht die Lösung sein.“

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Der Problemfall Griechenland zeige, dass eine „Austeritäts- und Rettungspolitik allein nicht zielführend“ sei. Diese Politik habe nur dazu geführt, dass sich viele Bürger von Europa abwenden. Die einen wollen sich nicht zu Tode sparen, die anderen nicht für Zechpreller bezahlen.

Politiker zu Griechenland „Gestreut, erfunden, konstruiert“

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Lauk: „Wer glaubt noch an Absichtserklärungen, nachdem die Auflagen für Hilfen immer wieder ohne Konsequenzen aufgeweicht wurden? Mittlerweile werden auch bei unübersehbarer Nichterfüllung Hilfen gewährt. Der für den 12. November geplante Troika-Bericht zu Griechenland droht zur Farce zu verkommen.“

Die  gängige Schönrederei und die zunehmende Verunsicherung der Bürger müssten, so Lauk,  Realismus und Offenheit weichen: „Das würde einen ehrlichen Umgang mit der Situation signalisieren und der griechischen Bevölkerung Erleichterung verschaffen.“

 

  • 02.11.2012, 14:06 UhrDelinix

    @Berliner_Regeln
    Bitte verstehen Sie doch.
    Es geht doch gar nicht um's Helfen. Die Bevölkerung ist der EU/IWF egal. Es geht einzig darum, wie man es schaffen kann, GEGEN den Willen der europäischen Steuerzahler, gegen IHREN und MEINEN Willen und im Übrigen auch gegen den Willen der meisten GRIECHEN weiter Gelder nach GR zuschaufeln, damit weitere nette Verbindlichkeiten zu netten Zinsen entstehen, die dann wieder von IHNEN und von MIR bezahlt werden.
    Das ist doch ein tolles Geschäft. Warum sollten sie es aufgeben?
    Wir müssen es schaffen, uns zu einigen und zu aktivieren. dann müssen wir zeigen, wieviele wir sind, müssen demonstrieren, Steuern auf ein Anderkonto zahlen, uns an alle Medien wenden. Schließlich ist es ein Skandal, dass unsere Volksvertreter gar nicht das Volk vertreten, sondern ganz offensichtlich andere Interessen. Die machen Geschäfte auf unsere Kosten. Sie wurden aber von UNS gewählt, werden von UNS bezahlt. Nur die für UNS geschaffenen Gesetze ermöglichen Ihnen überhaupt den Job, diese Beziehungen, Nebenverdienste und dergl.
    Warum wehren wir uns nicht???!!!

  • 02.11.2012, 13:55 Uhrdererich

    Wow, es gibt tatsächlich noch Politiker in Mutti Murksels Terrakotta-Partei, die auf's Volk schauen und bemerken das die Deutschen keine Lust mehr auf diesen Euro-Wahnsinn haben.
    Bemerkenswert!

  • 02.11.2012, 13:51 UhrDelinix

    Es könnte auch sein, dass es einen Putsch gibt. Die Leute sind noch
    nicht mal dagegen. Sie erinnern sich an die Zeit der Diktatur und sagen:
    "Da ging es uns gut, wir hatten keine Schulden, Verbrecher kamen in den
    Knast, es wurde fleißig und ordentlich gearbeitet" usw. usw. Dass auch
    Einige ungerechtfertigt eingesperrt worden sind und dass es diese
    Gefängnisinsel gab, das empfinden sie alle inzwischen als gar nicht so
    tragisch. So viele seien es ja nicht gewesen, sagen sie.
    Die Diktatoren haben übrigens dem Volk und seinen angeblichen Vertretern damals ein haushaltspolitisch gesundes Land übergeben. GR hatte damals tatsächlich keine Schulden. Das kam in der Geschichte GR's extrem selten vor - oder sogar gar nicht?
    Angesichts dieser Tatsache und der gar nicht so schlechten Erinnerung
    der Griechen an die Zeit von Papadopoulos wäre es jedenfalls nicht
    weiter verwunderlich, wenn es wieder zu so einem Putsch käme. Und
    diesmal, da bin ich fast sicher, gäbe es keine Sympathiekundgebungen in
    Europa mit den armen Unterdrückten, sondern es würden womöglich alle
    noch Beifall klatschen und sagen, dass dies der für GR einzig gangbare
    Weg sei und dass man hoffe, dass die Griechen recht bald soweit seien,
    in die Freiheit entlassen zu werden... So weit sind wir gekommen. Es ist
    einfach alles zum Kotzen ausweglos.

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