„Chance für eine Rückkehr“
Saudi-Arabien will Terroristen zur Aufgabe bewegen

Das Herrscherhaus von Saudi-Arabien hat allen islamistischen Terroristen im Lande eine „Chance für eine Rückkehr“ in die Gesellschaft eingeräumt. Er setzte ihnen ein Ultimatum von einem Monat, um sich den Behörden zu ergeben.

HB RIAD. „Wer sich freiwillig innerhalb von nicht mehr als einem Monat nach dem Datum dieser Rede ergibt, wird nach dem Gesetz Gottes behandelt werden“, sagte am Mittwoch Kronprinz Abdullah im staatlichen Fernsehen. „Die Mitglieder dieser Gruppe, die nicht bei Terroreinsätzen verhaftet wurden, haben eine Chance, zu Gott zurückzukehren.“ Abdullah sprach im Namen von König Fahd, der wegen seiner angeschlagenen Gesundheit viele Aufgaben dem Kronprinzen übertragen hat.

In saudiarabischischen Sicherheitskreisen hieß es, mit dem Angebot sollten die rangniedrigen Mitglieder der radikalen Moslem-Gruppe El Kaida zur Aufgabe bewogen werden. Wer jedoch in die Angriffe der vergangenen Monate auf Ausländer und Regierungseinrichtungen verwickelt gewesen sei, werde vor Gericht gestellt. Die El Kaida wird für den Tod von mindestens 85 Menschen in Saudi-Arabien verantwortlich gemacht. Mörder werden in dem ölreichen Königreich enthauptet.

Saudiarabische Sicherheitskräfte hatten am Freitag den Anführer der El Kaida im Land, Abdulasis el Murkin, getötet. Zudem wurden zwölf Radikale festgenommen, unter denen auch der führende Ideologe Abdullah el Ruschud sein soll. Die El Kaida kämpft seit einem Jahr, um alle Ausländer aus Saudi-Arabien zu vertreiben und das Königshaus zu stürzen.

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