Chancen für einen Neuanfang
Deutschland will Irak-Schulden erlassen

Die sieben führenden Industrieländer und Russland (G-8) wollen dem Irak in größerem Ausmaß Auslandschulden erlassen. Der Umfang des Schuldenerlasses ist allerdings deutschen Regierungsangaben zufolge am Mittwoch beim G-8-Gipfel auf Sea Island in den USA noch offen geblieben.

HB SEA ISLAND. Der persönliche G-8-Beauftragte von Bundeskanzler Gerhard Schröder, Alfred Tacke, sagte in Sea Island: „Wir haben eine Vereinbarung getroffen, die bedeutet, auf der Basis der Analysen des IWF einen Schuldenerlass anzugehen“. In welcher Höhe sei aber noch offen. Deutschland sei bereit, dem Irak einen substanziellen Teil seiner Schulden von 5,3 Milliarden Dollar zu erlassen und gemessen an anderen Ländern „sehr weit“ zu gehen.

Eine große Rolle beim G-8-Treffen spielten Tacke zufolge die Bemühungen um den Abbau von Handelsschranken weltweit. Die Staats- und Regierungschefs strebten an, dass noch in diesem Jahr Fortschritte in den entsprechenden Verhandlungen im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) erreicht werden. Sie seien bereit, ihre Agrarsubventionen drastisch zu reduzieren. Schröder hatte erklärt, auch Frankreichs Präsident Jacques Chirac habe zugesagt, eine entsprechende G-8-Erklärung nicht zu blockieren, wenn man nicht zwischen diesen Subventionen selektiere.

Chancen für einen Neuanfang im Irak

Schröder hob hervor, dass die Verabschiedung der Irak-Resolution im UN-Sicherheitsrat nach langen Diskussionen die Atmosphäre bei dem G-8-Treffen in Sea Island erheblich verbessert habe. Das sei auch ein wichtiger Beitrag für die wirtschaftliche und politische Stabilität im arabischen Raum, ergänzte Tacke. Der grundsätzlich verabredeten Schuldenerlass für den Irak werde eine nachhaltig positive wirtschaftliche Entwicklung im Irak unterstützen. Insgesamt beständen nunmehr Chancen für einen Neuanfang in dem Land.

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