Chaos in Ägypten

Mehr als 1.000 Verletze in Kairo

Wütende Demonstranten, Zusammenstöße mit der Polizei und Hunderte Verletzte: Nach der nächtlichen Erstürmung seiner Vertretung hat Israels Botschafter in Kairo mit Dutzenden Landsleuten Ägypten verlassen.
Update: 10.09.2011 - 12:24 Uhr 42 Kommentare
Kairo steht in Flammen: Bei den Demonstrationen werden mehr als 1.000 Menschen verletzt. Quelle: dpa

Kairo steht in Flammen: Bei den Demonstrationen werden mehr als 1.000 Menschen verletzt.

(Foto: dpa)

Tel Aviv/KairoWütende Demonstranten haben in Kairo die israelische Botschaft erstürmt. Der Botschafter wurde in der Nacht zum Samstag in einer dramatischen Rettungsaktion zusammen mit mehr als 80 weiteren israelischen Bürgern in die Heimat zurückgeholt. Die ägyptische Regierung wurde zu einer Krisensitzung einberufen. Die Polizei wurde in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Das berichtete das Staatsfernsehen am Samstag unter Berufung auf offizielle Angaben aus dem Kairoer Innenministerium.

Die Demonstranten hatten zunächst eine Schutzmauer vor der Botschaft niedergerissen und hatten dann das Bürohochhaus gestürmt, in dem die diplomatische Vertretung untergebracht ist. Aus dem Konsularbereich in einem der oberen Stockwerke des Gebäudes warfen sie dann Dokumente aus den Fenstern. Die eigentliche Botschaft ist im 20. und 21. Stock untergebracht. Nach Angaben der ägyptischen Behörden seien mehrere hundert Menschen verletzt worden, berichtete der Fernsehsender Al-Dschasira. Nach Angaben der ägyptischen Regierung sind mindestens drei Menschen getötet worden. Mehr als 1.000 seien verletzt worden, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Hamid Abasa.

Israel flog seinen Botschafter und weitere Bürger mit eigenen Militärmaschinen aus Ägypten aus. Sie seien in einer geheimen Aktion unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen aus der Botschaft in Kairo zu einem Flughafen gebracht worden, sagte ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter. Dort habe eine Maschine der israelischen Luftwaffe bereit gestanden. „Keiner der Israelis wurde verletzt“, sagte der Sprecher nunter der Maßgabe, dass sein Name nicht genannt werde. Botschafter Jitzschak Levanon sowie 80 Diplomaten, Familienangehörige und andere Israelis landeten wohlbehalten in der Heimat. Weitere sechs israelische Sicherheitsbeamte und Diplomaten, die zunächst in der Botschaft festgesessen hätten, seien von einem ägyptischen Sonderkommando befreit worden, berichtete der Sprecher. Sie seiend Stunden nach dem Botschafter zu einer zweiten israelischen Maschine gebracht und ausgeflogen worden.

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42 Kommentare zu "Chaos in Ägypten: Mehr als 1.000 Verletze bei Demonstrationen in Kairo"

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  • Nein,
    ich meine die Erfinder der Hochkultur, "wie verbrenne ich am effektivsten fossile Brennstoffe in meiner Brennkammer.

    Was glauben was diese Hochkultur erwartet ?
    .

  • die Hochkultur endete in der 1. Welle mit dem Brand der Bibliotheken in Alexandria (auch wenn Ägypter keine Araber sind)

    und besiegtelte ihren endgültigen Niedergang mit der Vertreibung der Mauren aus Spanien.

    Kulturen kommen
    Kulturen gehen

  • .
    Die Araber hatten in der Zeit des Ölrausches keine Hochkultur. Was glauben sie wie es zukünftig um die bestellt ist, die dieser Zeit eine echte "Hochkultur" durchlebten ?
    .

  • Der muslemische Allmachtstraum ist ausgeträumt und jeder, der auch nur etwas nachdenken kann, sieht, dass die Araber in Kürze wieder da sein werden, wo sie herkommen. Kulturell gesehen.

    Wie die Griechen, so gehört auch die arabische Hochkultur der Vergangenheit an. Die kurze Zeit des Ölrausches kam kurz und verschwindet gerade wieder.

    Die Vordenker der Jetztzeit leben in Amerika. Aber vielleicht sind das Sachen, die man nur erkennen kann, wenn man um die Impulse weiß, die ein Volk an die Spitze bringt.

  • Sie haben mehr als Recht, nur hoffen mit den Juden bringt nichts. Die behandeln ihre Nachbarn schlimmer als sie behandelt wurden in der Vorzeit (2:WK)

  • Was die Juden seit Jahrzehnten treiben, wird einmal mehr der Auslöser für den nächsten Prognom sein!
    Was die Juden seit Jahrzehnten mit den Palästinensern machen, ist ja noch schlimmer als das was war. Sei prügeln auf alles und jeden ein, nehmen Tote in Kauf, und alles mit dem Hinweis auf den HOLOCAUST!
    Aber liebe Leute so geht das nicht weiter! so nicht!
    Die können der Welt nicht jene Mütze aufsetzen, welche längst auf amerikas Häuptern sitzt.
    Irgendwann ist Schluss mit dem Sche.......
    Irgendwann muss auch die USA einsehen, dass es so nicht weitergeht.
    Versetzen wir uns mal in die Lage von Palestinänsern, welche kein oder zuwenig Wasser für ihre Äcker bekommen.
    Nebenan gedeinht alles prächtig aber sie, die einst die Besitzer und Heute die Sklaven sind, haben nichts!

  • Lieber Pendler,

    schreiben Sie doch keinen Unsinn! Meinen Sie die Aschkenasim, die Sefardim oder die Mizrahim? Und die Araber kommen wahrscheinlich aus Amerika ihrer Meinung nach...?

    Wenn man keine Ahnung hat, sollte man nicht unbedingt sofort los schreiben.

  • .
    Was die Araber nach ihrem Öl für Probleme haben ist sozusagend ihr Problem. Hervorgerufen durch falsche Götzenanbetung. Was gelegentlich auch in diesen Gefilden der Fall sein soll, egal ob sie Turm zu Babel, Gott, Allah oder Porsche heißen.

    Aber relativ verhüllte Frauen finde ich eine menschliche Errungenschaft. Das unterdrückt nämlich unsere ehemaligen tierischen Veranlagungen, die die allermeißten von uns immer noch in sich tragen.
    Manche ohne Hemmungen und verleugnend und manche (bei uns) Selbstbetrügerisch.

    Ich nehme an, sie verhüllen sich deshalb immer nur wenn sie auf die Straße gehen, weil es ihnen kalt ist?
    .

  • --@ faelltnichtsein

    recht so, verlassen Sie das Forum. Wahrheit verscheucht jeden Demagogen.

    Was Fragen Sie nach Quellen?
    Wer Google bedienen kann, ist klar im Vorteil.





  • .
    Kommt darauf an um was es geht.
    Bei Geschäften mußt du aufpassen und zu erst überprüfen ob nicht ein Jude dahinter steht. Das hat kürzlich auch Erdogan schmerzlich zu verspüren bekommen.

    Im grundegenommen ist das ganze Leben ein Geschäft, wenn man es mit den Augen eines Juden betrachten muß.
    .

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