Die Banken möchten von einem Zusammenbruch des Schuldners Griechenlands profitieren, sagt der Chef des Euro-Rettungsschirms, Klaus Regling. Nicht der einzige schwere Vorwurf. Ist Griechenland noch zu retten?

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Der Regling sollte sofort abgeloest werden. Das kann mir keiner erzaehlen, dass der, als frueherer Hedgfond Manager nicht weiss, welches Spielchen hier von der Finanzmafia gespielt wird.

    Hier geht es natuerlich nicht um Honorare, hier geht es um Credit Default Swaps, ind er EUrokirse, mit denen die Hedgefonds und Investment Banken die Laender in die Pleite treiben, und selber gross absahnen.

    Der Reglin wird hier interviewt. Wo ist seine Forderung nach einem sofortigen Verbot von Credit Default Swaps?

    Wenn er das nicht fordert, kann man nur zwei Schluesse ziehen:

    1) Er ist total unfaehig. oder
    2) Er steckt mit den Hedgefonds unter einer Decke!

    Beides sind Kuendigungsgruende!

    Der Regling muss sofort abgeloest werden. Wie auch Weber gehen musste, aus gleichen Gruenden!

  • genau so wenig einfluss wie der deutsche steuerzahler ueber seine steuern hat und die kanele in die sie fliessen hat der grieche auch.
    machen wir uns nix vor.
    die vorherige griechische regierung hat geld ohne ende versenkt.
    die jetzige versucht den staat als system zu retten wo es nur geht, und da braucht man halt auch hilfe.
    die griechen sind nicht alle staatsbedienstete und das es ist auch nicht wie in der ehm. DDR.
    die meisten griechen verdienen ihren lohn hart mit taeglicher arbeit.
    und allen denen die eigentlich nichts mit der misere zu tun haben gehts an den geldbeutel.
    die bilder von streikenden menschen auf den strassen von athen und thessaloniki, die wir in den medien zu sehen bekommen entsprechen nicht kopletten realitat.
    die die auf die strassen gehen sind staatsbedienstete die ihre boni und ihre sonderzahlungen nicht mehr bekommen werden. die die uber jahrzehnte in schoenen gepolsterten sesseln gesessen haben.
    der arbeiter im privaten sektor traut sich gar nicht auf die strasse, auch wenn sein lohn seit einem monat in verzug ist.
    darum nicht alle ueber einen kamm schaeren.
    Randinfo. gewerkschaften sind in griechenland nicht unabhaengig. sie sind parteilich.

  • Deutschland muss aus dem Verbrecherladen EUdSSR austreten. Deutschland braucht (wie die Schweiz) Freiheit und kein Zwang und illegale Knebbelverträge. Die PIGS müssen ihre Probleme selber lösen.

    Und wenn man den Griechen nicht hilft(einzige Lösung) dann wird man bemerken, dass sie sich plötzlich doch selbst helfen können.

    Du bist scheinbar einer dieser "dummen Deutschen" über die die PIGS hinter verschlossenen Türen lachen.

  • Zitat:"Zum glueck gilt in der Demokratie der Respekt gegenueber der Meinung anderer. Doch Ihre antwort grenzt an Respektlosigkeit."

    Ja, das stimmt. Respekt kann man gewinnen und auch verlieren. Wer Bilanzen fälscht zeigt seine Respektlosigkeit gegenüber anderen Ländern der Eurozone.

    Wer einen illegalen Rettungsschirm installiert (der gegen unsere Verfassung verstößt) zeigt seine Respektlosigkeit gegenüber seinen Bürgern.

    Wenn die EUdSSR im Stile eines Ermächtigungsgesetztes illegal Kompetenzen nach Brüssel zieht und die No Bailout-Klausel illegal in einer Nacht- und Nebelaktion ins Gegenteil verdreht, zeigt seine Respektlosigkeit gegenüber der Demokratie und der Freiheit.

    Wovor sollte ich in dieser Angelegenheit Respekt haben? Ich denke das Wort Verachtung ist hier besser angebracht.

  • Lasst euch nicht verarschen!
    diese Masche lautet wie folgt:

    -keine Profite für die Banken, vergesst deshalb die Umschuldung !


    Die Wirklichkeit lautet wohl eher, den Banken schlottern die Beine, wenn sie abschreiben müssen. Der DSDS Michel wird aber auch dies schlucken.

  • Selbstverständlichwollen die Banken von den über Steuergelder finanzierten Rettungs- und Restrukturierungsaktionen profitieren, und das werden sie auch. Unseren Politikern sein Dank, die den Vorgaben der Banken, Verluste zu sozialisieren und Profite zu privatisieren, stets gerne folgen.

  • In Griechenland läuft gdrs. was falsch: der großen Allgemeinheit werden Sparmaßnahmen aufgedrückt, die Millionäre und Miiliardäre kommen ungerupft davon und Steuergerechtigkeit bleibt auf der Strecke! Aber das ist bei uns nicht anders: ein völlig falsches Signal wurde durch Kohl schon bei der Aussetzung der Vermögensteuer gesetzt und Schröder tat ein Übriges in dem er ohne Not den Spitzensteuersatz auf 42% absenkte, dafür haben wir heute einen Umsatzsteuersatz von 19% und es gibt nicht wenige, die mit einer weiteren Anhebung liebäugeln! Soziale Gerechtigkeit ist das Rückgrat einer Gesellschaft, die Politik fühlt sich leider immer wieder berufen, Umverteilung von oben zu betreiben und hat dabei keine Hemmungen, Gelder der Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung zu verwenden. Diese schreiende Ungerechtigkeit ist auch Teil des Problems in Griechenland. Leider glänzt Merkel im Moment nur durch Abtauchen, anstatt mit Vehemenz einheitliche Rahmenbedingungen im Euroraum zu schaffen, das wäre die eigentliche Kernkompetenz der Politik! Statt dessen werden mit diesen Rettungsschirmen Risiken ungeheuren Ausmaßes eingegangen, die nächste Bundesregierung wird die erste sein, die Verfassungsbruch begehen wird, denn der im GG festgelegte Schuldenstopp wird sich so niemals einhalten lassen. Und mit der Generierung neuer Steuern und Abgaben tut man sich auch schwer: die neue Bundesstraßenmaut bring grade mal 100 Mio., das gibt Westerwelle bei seinen Besuchen mit links aus! Es wäre an der Zeit, dass Politiker aller Couleur endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen, der Bogen ist zum Zerreißen angespannt!

  • Sie schreiben: "Soziale Gerechtigkeit ist das Rückgrat einer Gesellschaft, die Politik fühlt sich leider immer wieder berufen, Umverteilung von oben zu betreiben und hat dabei keine Hemmungen, Gelder der Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung zu verwenden."

    Erstens haben Sie recht, und wer eine ohnmächtige (beliebig beherrschbare...) Gesellschaft will, muss ihr das Rückgrat zerschlagen.

    Zweitens könnte man die von Ihnen angegebenen Maßnahmen der Umverteilung von unten nach oben in enzyklopädischer Weise ergänzen: Senkung Kapitalsteuern, im Gegenzuge Erhöhung der Verbrauchssteuern,verbreiteter Betrug an Langzeitarbeitslosen, Privatisierung von Bädern usw. usf. Es entstsht längst der Eindruck, als ob im Staatsapparat nur noch Leute sitzen, die permanent darüber nachdenken, wie sie das Volk ärmer und die Superreichen reicher machen können - Phantasie und Entschlossenheit an diesem Punkte sind offenbar das Sprungbrett in Sachen eigener Karriere schlechthin.

    Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass Adolf Hitler den Beistand des Großkapitals für seine Idee der Führerdiktatur erwarb, indem er erläuterte, dass dem marktwirtschaftlichen Führungsprinzip (Führung der Starken) die politische Führerdiktatur entspreche, der Demokratie aber im Grunde der Kommunismus entspreche (gleiche Rechte für alle).

  • Die Griechen sollten sich einmal ansehen, wie Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht seinerzeit die Auslandsschulden lahmgelegt hat (Scrips, letztlich wurden nur noch 3% auf die Zinsen gezahlt) und mit Luftwechseln (aber mit gutem Zinsatz, so dass sie stets prolongiert wurden - bis zu fünf Jahre) die deutsche Aufrüstung finanziert hat....

    Ansonsten hat Griechenland natürlich keine Chance, sowohl griechischer Export als auch griechische Binnenwirtschaft wären mit schwacher Drachme wesentlich besser bedient als mit dem relativ starken Euro. Griechenland ist eben ein Opfer des EU-Monopoly-Spieles.

  • Wenn jemand Sätze wie "Hoffentlich baummeln Verbrecher wie Barroso und Juncker bald an Straßenlaternen." als "Kommentar" ins Internet stellt, ist von ihm nur das Schlimmste anzunehmen. Das soll konservativ sein? Das soll der schützenswerte Kern des christlichen Abendlandes sein? Solche hasserfüllten Schreihälse haben zu allen Zeiten immer nur Chaos, Mord und Barbarei verbreitet. Als Konservativer bin ich der Meinung: Wer öffentlich zum Mord aus politischer "Gesinnung" aufruft ist kriminell und muss strafrechtlich verfolgt werden. Leider gehört das anonyme Pöbeln und Aufwiegeln inzwischen nach Meinung vieler - gerade angeblich Konservativer - zum persönlichen Freiheitsrecht. Genau so haben zuletzt im "deutschen Herbst" auch schon Leute "gedacht" - gleichermaßen interessant wie furchteinflößend treffen sich in diesem Punkt wieder einmal die Mordbuben von links und rechts.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%