Chen soll Wahlen manipuliert haben
Taiwans Opposition ficht Wahlergebnis an

Die taiwanesische Opposition hat das Wahlergebnis vom Samstag angefochten. Nun muss noch einmal ausgezählt werden.

HB BERLIN. Die taiwanesische Opposition hat nach dem knappen Wahlsieg des amtierenden Präsidenten Chen Shui-bian eine erneute Auszählung der Stimmen beantragt. Das Oberste Gericht ließ daraufhin die Wahlurnen versiegeln. Chen hatte die Wahlen am Samstag mit einem geringen Vorsprung vor seinem Herausforderer Lien Chan von der Kuomintang Partei (KMT) gewonnen.

Auf der ganzen Insel demonstrierten am Sonntag KMT-Anhänger gegen Chen. Sie warfen ihm auch vor, ein Attentat, bei dem Chen am Freitag leicht verletzt worden war, inszeniert zu haben, um die Wahl zu gewinnen. In Taipeh belagerten die Demonstranten die ganze Nacht über den Sitz des Präsidenten. Auch nach den letzten Wahlen im Jahr 2000 hatten KMT-Anhänger gegen Chen protestiert und ihm Wahlbetrug vorgeworfen.

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