China-Boom
Pekings neue Politik lockt deutsche Unternehmen

Die Regierung in Peking setzt künftig verstärkt auf nachhaltiges Wachstum. Deutsche Unternehmen könnten zu den großen Gewinnern dieser neuen Strategie gehören. China erhofft sich davon starke Impulse und ausländische Innovationen für das Riesenreich.
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PEKING. Wenn Chinas Führer in den vergangenen zwei Jahrzehnten über ihre Wirtschaftspolitik sprachen, dann ging es vor allem um eine Frage: Wie stark wächst das Riesenreich? Wenn Chinas Mächtige heute über ihre Wirtschaftspolitik sprechen, klingt das so: "Wir sind fest entschlossen, eine ressourcensparende und umweltfreundliche Gesellschaft aufzubauen." So beschreibt Premierminister Wen Jiabao die Ziele seiner Politik.

Das Land müsse den Übergang zu einem "neuen Wachstumsmodell" beschleunigen, ergänzt sein Vize, Li Keqiang. Und damit im autoritär regierten China alles seine Ordnung hat, haben Pekings Mächtige die neuen Schwerpunkte in einem Fünfjahresplan festgeschrieben. Es ist der zwölfte seiner Art in der Geschichte der kommunistischen Republik - und einer der markantesten.

Für die deutsche Industrie ist der Plan aber vor allem eins: die Grundlage für gute Geschäfte in der Zukunft. Deutsche Unternehmen hoffen, nachdem sie in den vergangenen Jahren schon an der Industrialisierung Chinas verdient haben, nun auch von der Umstellung Chinas auf eine Zukunftswirtschaft zu profitieren. Ob Siemens, Volkswagen, Daimler oder Bosch - deutsche Manager träumen vom China-Boom 2.0. Jetzt soll sich beim Wandel des roten zum grünen Riesenreich auszahlen, dass Deutschlands Konzerne seit Jahren als führend auf dem Gebiet der Öko-Techniken gelten.

Die neue Blaupause für Pekings Wirtschaftspolitik zeigt eine neue Philosophie in der chinesischen Wirtschaftspolitik. Der Plan hat vier Hauptziele, die alle unter das Thema "mehr Qualität statt reine Quantität im Wachstum" fallen

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  • Setzt in China ein unabhängiges wissenschaftliches Komitee ein, und dies hat China, nutzt eure Universitäten, welches prüft ob die Technologien für China geeignet sind, technologisch fortschrittlich oder ob die euch nur alten Schrott andrehen wollen, weil er marketingfähig ist.

    Prüft genau, bevor ihr euch bindet und sucht unabhängige beratung.

    Es ist nicht alles Gold was glänzt.

  • Man könnte ja fast den Eindruck bekommen, als nutze die kommunistische Partei Chinas ihre Devisenreserven zur Aufbesserung des Salärs westlicher Wirtschaftsjournalisten, wenn man diesen Jubelartikel liest. Offenbar hat der Schreiber auch noch nie davon gehört, dass 5 - Jahrespläne bereits Standard in der Sowjetunion und der DDR waren, mit mäßigem Erfolg. Auch dass 50 Mrd Dollar für CO2 Reduzierung nichts weiter sind als Tinte auf Papier angesichts der Dimensionen des Landes und dem in China besonders grossen Kontrast zwischen Verlautbarung und Realität. Ganz zu schweigen von dem Verlustiggehen unzähliger weiterer Technologien an chinesische Unternehmen,die unter Zwang erfolgen wird. Es ist schwer erträglich, wie naiv und unverantwortlich der Ausverkauf vorangetrieben wird zum Schaden unserer europäischen Nachbarn und vor allem zum Schaden von uns selbst. Peinlich für das Handelsblatt.

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