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Lokomotive der Weltkonjunktur steht wieder unter Dampf

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Chinesische Bürger reagieren kritisch auf Daten

In China ist diese Sorte direkter Wirtschaftsförderung nicht so unseriös, wie es zunächst klingen mag. Das weiträumige Land hat seine Aufholjagd noch längst nicht abgeschlossen. Viele Landstriche sind noch mit Straßen zu erschließen, nur rund die Hälfte der Chinesen kann sich bislang komfortablen Wohnraum leisten. Zudem läuft die Wanderung von der ineffizieten Landwirtschaft in besser bezahlte Stadtjobs weiter. Im vergangenen Jahr allein hat China knapp 12 Millionen Arbeitsplätze in den Zentren geschaffen.

Der innere Führungszirkel Diese Männer haben in China die Macht

  • Der innere Führungszirkel: Diese Männer haben in China die Macht
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  • Der innere Führungszirkel: Diese Männer haben in China die Macht

In der Bevölkerung löste die Veröffentlichung der starken Wirtschaftsdaten jedoch auch kritische Diskussionen aus. Fünf Millionenstädte des Landes waren erst am vergangenen Wochenende unter einer Glocke aus Abgasen versunken. Zahlreiche Kinder und Alte mussten wegen Atemproblemen ins Krankenhaus. „Wofür ist dieses ganze BIP da, wenn die Luftveschmutzung nicht sinkt?“, fragte ein Bürger mit dem Nutzernamen „Zinnoberonkel“ in seinem Blog.

Doch unter chinesischen Ökonomen gilt der Wachstumskurs jedoch als alternativlos – auch, um die Umweltprobleme des Landes anzugehen. „Egal, was im In- oder Ausland gesagt wird, wir brauchen mindestens acht Prozent“, sagt Wirtschaftswissenschaftler Yuan Gangming von der Chinese Academy of Social Sciences (CASS). „Es wäre schlimm, wenn der Wert dauerhauft darunter fällt.“ Denn China braucht den Wohlstandszuwachs gerade auch dafür, um die Lebensqualität zu erhöhen. Umweltprobleme verwschinden erfahrungsgemäß mit zunehmendem Reichtum einer Gesellschaft – nicht, wenn sie in Armut verharrt. Eigentlich brauche China eher zehn Prozent Wachstum, um seine Ziele zu erreichen, so Yuan.

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Chinas neue Führung Der Gelassene und der Ökonom

Die beiden Männer, die China in die Zukunft führen, ergänzen sich bestens.

Chinas neue Führung: Der Gelassene und der Ökonom

Für die kommenden Monate ist nun zunächst eine stetige Erholung zu erwarten. Die chinesische Wirtschafstpolitik wird dabei durch die weiterhin „komplizierte und belastende“ internationale Lage erschwert, wie Statistiker Ma Jiantang ausführt. Europa hat sein Haus immer noch nicht in Ordnung, die USA balancieren ihren Staatshaushalt weiter am Rande des Abgrunds entlang. Da bleibt China nichts anderes übrig, als weiterhin mit billigem Geld und hoher Kreditvergabe seine Sonderkonjunktur zu schaffen. „Solange wir es nicht übertreiben und das Wachstum auch den einfachen Leuten zugute kommt, geht das noch lange gut“, ist Ökonom Yuan überzeugt.

  • 18.01.2013, 14:40 UhrObserver

    Komisch vor ein paar Wochen war Chinas Ausblick noch negativ und beängstigend.Jetzt ist wieder Wachstum und Friede, Freude Eierkuchen? Sind das Wasserstandsanzeigen? Ich habe immer mehr den Eindruck "Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln". Wo bleibt Eure Seriosität ihr Wirtschaftsmedien???

  • 18.01.2013, 12:49 Uhrhafnersp

    @FinnMayerK (Achtung, dies ist sicherlich nicht der Autor, der würde als "HB-Redaktion" agieren, nicht als "anonym").

    Hier ist ein unvernebelter Bericht dazu:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/18/china-neue-zahlen-zeigen-schwaechstes-wachstum-seit-zehn-jahren/

    Daß über die letzten 20 Jahre der Lebensstandard in den Küstenregionen aufgrund harter Arbeit gestiegen ist, mag ja richtig sein. Das macht China mit einem Wachstum von nomimal (und offizell, also gelogen) von unter 8% noch nicht wieder zur Welt-Konjunkturlokomotive.
    Übrigens fühlt man sich oft klar im Kopf wenn man "hallunkiniert", obwohl man dann oft nach(f)vollziehbare Rechtschreibschwächen zeigt.

  • 18.01.2013, 11:50 UhrFinnMayerK

    @hafnersp: Der Smog ist tatsächlich heute Nachmittag wieder richtig schlimm geworden, aber eigentlich fühle ich mich immer noch ziemlich klar im Kopf. Sowohl die Börsenschwäche als auch die Containerflaute haben ganz nachfollziehbare Gründe. Sie bedeuten noch nicht, dass die Wirtschaftsentwicklung Chinas nicht trotzdem ganz real ist. Was ist denn Wirtschaft anderes als Lebensstandard, Unternehmertum, Schaffung von Mehrwert? Davon sehe ich hier reichlich. China wirkte vor 15 Jahren noch arm, jetzt sind zumindest die Küstenregionen reich - und auch auf dem Lande tut sich viel. Das ist real, daran ist nichts zu mäkeln.
    Finn Mayer-K

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