China
Der Wirtschaftsriese entdeckt den kleinen Mann

Auf dem Weg zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hat Exportweltmeister China die eigenen Verbraucher entdeckt. Der Wirtschaftsriese will seine Binnennachfrage stärken und entdeckt den kleinen Mann - allerdings nicht politisch.
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HB PEKING. Exportweltmeister China will sich auf dem Weg zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stärker auf die eigenen Verbraucher stützen. Angesichts starker Wohlstandsunterschiede zwischen Stadt- und Landbevölkerung will das Land die Kaufkraft der mehreren hundert Millionen einfachen Arbeiter und Bauern fördern und so sein Wirtschaftswachstum in den kommenden fünf Jahren sichern.

Die Volksrepublik müsse mit einem Durchbruch beim Umbau der Wirtschaft sowie politischen Reformen ein stabiles und relativ schnelles Wachstum aufrechterhalten, beschloss das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei am Montag bei der Verabschiedung des Fünfjahresplans für den Zeitraum von 2011 bis 2015. Das Machtmonopol der Kommunistischen Partei soll dabei nicht angetastet werden.

China wird nach Einschätzung eines staatlichen Forschungsinstituts bis 2015 Japan als zweitgrößte Wirtschaftsmacht ablösen und sich Spitzenreiter USA nähern. Die Wirtschaftsleistung der Volksrepublik werde um 50 Prozent auf 7,5 Billionen US-Dollar (5,4 Billionen Euro) wachsen, prognostizierte das Entwicklungsforschungszentrum des Staatrats.

Präsident Hu Jintao hatte bereits gefordert, das Wachstum auf eine breitere Basis zu stellen und die Kluft zwischen der wohlhabenden städtischen Oberschicht und der teils bitterarmen Landbevölkerung zu verringern. Einer Studie von Credit Suisse und chinesischen Wissenschaftlern zufolge ist das Durchschnittseinkommen des reichsten Zehntels der Bevölkerung 65-mal so hoch wie das des ärmsten Zehntels. Selbst die Regierung, die sich immerhin sozialistische Gleichheit auf die Fahnen geschrieben hat, beziffert in eigenen Schätzungen den Unterschied auf das 23-fache.

Der Chef der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Zhang Ping, sprach sich für höhere Ausgaben im Sozialwesen und für den Wohnungsbau aus, um den Konsum von Arbeitern und Bauern zu stärken. Das sei der Schlüssel zur Stützung des Wirtschaftswachstums. „Schwerpunkt beim nächsten Schritt der Wirtschaftspolitik muss sein, die Rolle der Inlandsnachfrage beim Wachstum auszubauen, vor allem die Rolle des privaten Konsums“, sagte er einer staatlichen Zeitung. Angesichts geringer sozialer Absicherung hält ein Großteil der Bevölkerung in China seine Ersparnisse lieber für schlechte Zeiten beisammen, statt das Geld für den Konsum auszugeben.

Dem neuen Fünfjahresplan zufolge sollen neue strategisch wichtige Branchen wie Erneuerbare Energien und Umweltschutz acht Prozent zur Wirtschaftsleistung beitragen. Die Energie-Effizienz der Wirtschaft solle deutlich verbessert werden, berichteten staatliche Medien unter Berufung auf einen Mitarbeiter der nationalen Energiebehörde.

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  • China ist ein Land mit 2 Gesellschaften. Chinese sind von Geburt an durch strenger Regel der amtlichen Registration in Menschen von Stadt und Menschen von Land rechtlich klar differenziert.

    Die Kinder, die gluecklischweise in Haus der als Menschen von Stadt eingetragenen Eltern geboren sind, gelten automatisch als Menschen der ersten Klasse, d.h. sie duerfen sich staatliche versichern, und verfuegen ueber minimale Sozialversicherung, wenn es in Augen des Westen laecherlich geringfuegig ist. Leider haben landweit nur 20% Kinder solchen Glueck.

    Der Rest 80% Kinder werden als Menschen von Land stigmatisiert. Sie teilen das Schicksal wie Voegel, vollig von Natur angewiesen.

    Diese einzigartige Urtrennung der gesamte bevolkerung in der Welt gelten lebenslang und kann nur in Ausnahmefaellen durchgebrochen werden. Das ist auch juristich gewaehrleistet.

    Wenn beim Unfall 2 Menschen sterben, ein Menschen von Stadt, ein Menschen von Land, dann bekommen Hinterblieben des Menschen von Stadt vielfach mehr gesetzlich Entschaedigung als der des menschen von Land. Gleich Leben , 2 Preise.

    Wenn diese Urtrennunng unberuehrt beleibt, ist alle bemuehung der Erhoehung der innenachfrage unbedeutend.

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