China drängte Nordkorea zur Annahme der Abschlusserklärung: Einigung auf atomwaffenfreie Korea-Halbinsel

China drängte Nordkorea zur Annahme der Abschlusserklärung
Einigung auf atomwaffenfreie Korea-Halbinsel

Bei den Verhandlungen über ein Atomprogramm Nordkoreas konnten Differenzen nicht ausgeräumt werden. Die Teilnehmer einigten sich jedoch grundsätzlich auf eine atomwaffenfreie Zone.

HB BERLIN. Die multilateralen Gespräche in Peking über das nordkoreanische Atomprogramm sind am Samstagmorgen beendet worden. Der chinesische Außenminister Li Zhaoxing sagte zum Abschluss der Konferenz, es gebe weiterhin «verschiedene, ernsthafte Differenzen» zwischen den Verhandlungsparteien. Es gebe jedoch keine Möglichkeit, diese Meinungsverschiedenheiten in ein oder zwei Verhandlungsrunden zu lösen. Ein weiteres Treffen sei deshalb unumgänglich und bereits geplant.

Der Abschluss der Sechsländergespräche war um mehr als drei Stunden verschoben worden. Laut Medienberichten hatte die nordkoreanische Delegation durchsetzen wollen, die Abschlusserklärung zu ändern. Die chinesischen Abgesandten versuchten demnach, Nordkorea dazu zu bringen, den vorliegenden Text anzunehmen.

Nach Angaben aus Diplomatenkreisen gelang es, Formulierungen zu finden, auf die sich alle einigen konnten. In der Erklärung ist nach Angaben des südkoranischen Delegationschefs Lee Soo Hyuck die Errichtung einer atomwaffenfreien Zone auf der koreanischen Halbinsel festgeschrieben. Dieses Ziel sei die «Grundlage für künftige Sechs-Nationen-Gespräche» mit Nordkorea, sagte er am Samstag in Peking. Die nächste Runde soll laut Lee Soo Hyuck im zweiten Jahresviertel erneut in Peking stattfinden.

«Einige Leute denken, es seien nicht genug Fortschritte erzielt worden», sagte Chinas Außenminister Li. «Aber diese Verhandlungen gehen nicht schnell voran.» Wichtig sei, dass alle Teilnehmer deutlich gemacht hätten, dass sie an einer friedlichen Lösung interessiert seien.

An den am Mittwoch begonnen Gesprächen hatten neben Nordkorea und Gastgeber China auch die USA, Japan, Russland und Südkorea teilgenommen. Während die USA den nachprüfbaren und unwiederbringlichen Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms fordern, verlangt Nordkorea im Gegenzug wirtschaftliche Unterstützung sowie Sicherheitsgarantien von Washington.

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