China: Gabriel fordert faire Behandlung deutscher Autobauer

China
Gabriel fordert faire Behandlung deutscher Autobauer

China setzt verstärkt auf die heimischen Firmen. Das bereitet Außenminister Gabriel Sorgen, denn er hätte gerne eine Gleichbehandlung deutscher Firmen in Asien. Elektromobilität könnte die Lösung sein.
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BonnDeutschland will die strategische Partnerschaft mit China ausbauen, verlangt aber eine faire Behandlung deutscher Unternehmen dort. Beide Länder wollten gerade in diesen weltpolitisch stürmischen Zeiten ihre Partnerschaft ausbauen und die Wirtschaftsbeziehungen vertiefen, sagte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi am Rande einer G20-Konferenz in Bonn. Dazu gehöre allerdings, dass deutsche Auto-Konzerne nicht anders behandelt würden als einheimische Unternehmen.

Gabriel hatte die deutsche Wirtschaft bereits in der Vergangenheit ermuntert, Chancen zu nutzen, die sich durch den Abschottungskurs des neuen US-Präsidenten Donald Trump in Asien eröffnen. Trump hatte als eine der ersten Amtshandlungen den Ausstieg aus dem Pazifik-Freihandelsabkommen TPP angeordnet. Gabriel sieht China wirtschaftlich als Chance, aber auch als problematischen Partner im Freihandel. Als Wirtschaftsminister warf er China eine Benachteiligung deutscher Firmen vor.

„China hat wiederholt versichert, dass es den Weg der Marktöffnung und der Reformen fortsetzen will“, sagte Gabriel. „Ich habe Minister Wang deshalb gebeten, dass China dies auch mit deutlichen Signalen für eine Gleichbehandlung ausländischer Unternehmen in China untermauert, zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität.“ China habe sich dort ehrgeizige Ziele gesetzt, und deutsche Unternehmen könnten mit ihrem Know-how einen wichtigen Beitrag leisten, wenn die Bedingungen stimmten. Chinas Pläne, ab 2018 den Autobauern im Land Quoten für Elektroautos vorzuschreiben und dies mit unterschiedlichen Forderungen zu flankieren, hatten Unsicherheit in der deutschen Autobranche ausgelöst, die stark in China engagiert ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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