China
Strengere Überwachung soll Anschläge verhindern

Im vergangenen Jahr wurde China durch eine Reihe von Anschlägen erschüttert. Die Regierung hat bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Nun will das Land die Überwachung der Öffentlichkeit weiter ausweiten.
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PekingChina will Meldepflichten ausweiten, mehr Überwachungskameras installieren und den Schutz öffentlicher Einrichtungen verstärken. Damit sollten Anschläge und gewalttätige Zusammenstöße verhindert werden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf eine Erklärung der Kommunistischen Partei und des Staatsrates. In einer zentralen Datei sollten persönliche Informationen wie Kontobewegungen erfasst werden. In Hotels, beim Handel mit Gebrauchtwaren oder bei Freizeit-Angeboten müssten sich die Bürger künftig anmelden, wobei nicht erläutert wurde, was unter „Freizeit-Angeboten“ zu verstehen ist.

Es solle ein „Sicherheitsnetz“ geschaffen werden, das alle Gemeinden umfasse, hieß es in dem Bericht. Auch sei geplant, mehr Sicherheitskräfte zum Schutz des öffentlichen Nahverkehrs, von Schulen, Banken und Krankenhäusern einzusetzen.

China hat bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, mit denen nach Regierungsangaben die öffentliche Sicherheit verbessert werden sollte. In der Planung ist ein Anti-Terror-Gesetz, durch das unter anderem die Kompetenzen der Regierung ausgeweitet werden sollen. Außerdem sollen Informanten ermutigt werden, Hinweise auf mögliche Anschläge zu geben.

Im vergangenen Jahr wurde China durch eine Reihe von Anschlägen erschüttert, die die Regierung Separatisten in der westchinesischen Provinz Xinjiang zugeschrieben hat. Xinjiang ist die Heimat muslimischer Uiguren, die gegen zunehmende staatliche Einschränkungen ihrer Religion, Sprache und Kultur aufbegehren. In der Vergangenheit ist es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen Uiguren und ethnischen Chinesen gekommen. Die Regierung in Peking wirft radikalen Islamisten in Xinjiang vor, einen unabhängigen Staat namens Ost-Turkestan anzustreben und bei Anschlägen Hunderte Menschen getötet zu haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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