China und Japan in Sorge
Nordkorea präsentiert Langstreckenrakete

Mit der Langstreckenrakete will Nordkorea nach eigenen Angaben einen Wettersatelliten ins All bringen. Die Rakete könnte das amerikanische Festland erreichen. Japan setzte seine Luftabwehr in Alarmbereitschaft.
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Nordkorea hat der Öffentlichkeit eine Langstreckenrakete vorgestellt, mit der das weitgehend abgeschottete Land nach eigenen Angaben in Kürze einen Wettersatelliten ins All bringen will. Die USA und Südkorea befürchten allerdings, dass es sich um den verkappten Test einer ballistischen Rakete handelt. In einem ungewöhnlichen Schritt lud die nordkoreanische Führung am Sonntag Journalisten zur neuen Abschussrampe Sohae an der chinesischen Grenze ein, um die 30 Meter lange dreistufige Rakete in Augenschein zu nehmen.

Vorgesehen ist der Start zwischen dem 12. und dem 16. April. Staatschef Kim Jong Un selbst habe die Entscheidung getroffen, den Journalisten die Startanlage zu zeigen, sagte Sohae-Direktor Jang Myong Jin. Die Unha-3 kann Alaska und damit das US-Festland erreichen.

Sorgen bereitet den Nachbarn Nordkoreas, dass der Test schiefgehen und die Rakete von ihrem Kurs abweichen könnte. 2009 hatte Nordkorea eine Rakete abgefeuert, die über japanisches Gebiet flog. Die Regierung in Tokio hat die Luftabwehr des Landes in Alarmbereitschaft versetzt, um die nordkoreanische Rakete notfalls abschießen zu können.

Auch China hatte seine Sorge über die Pläne Pjöngjangs ausgedrückt und seinen Verbündeten zu mehr diplomatischem Feingefühl gedrängt. „Die chinesische Seite ist besorgt über die Entwicklungen und bestärkt die Beteiligten auf allen Seiten - ob auf hoher oder niedriger Ebene - darin, ruhig und vernünftig zu bleiben“, sagte Außenminister Yang Jiechi am Sonntag nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen aus Seoul und Tokio.

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Japan und Südkorea fordern Sanktionen

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