China
Verletzte bei Krawallen im Südwesten Chinas

Tausende Menschen sollen im Südwesten Chinas ihrem Ärger gegen Behördenwillkür Luft gemacht und dabei Polizisten verletzt haben. Im kommunistischen Staat häufen sich Vorfälle dieser Art.
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PekingIm Südwesten Chinas sind Medienberichten zufolge Tausende Menschen gegen Behördenwillkür auf die Straße gegangen. Bei Krawallen im Bezirk Qianxi in der Provinz Giuzhou seien zehn Polizisten und Wachleute verletzt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag. Die Polizei habe zehn Personen festgenommen.

Zu den Unruhen sei es gekommen, als ein Falschparker mit städtischen Angestellten in Streit geraten sei, berichtete ein amtlicher Rundfunksender. Zahlreiche aufgebrachte Schaulustige hätten daraufhin Autos zertrümmert und in Brand gesetzt.

Die Webseite Canyu, auf der häufig über derartige Krawalle in China berichtet wird, zeigte Bilder, die angeblich aus Qianxi stammten. Darauf waren Tausende Menschen zu sehen, die um umgestürzte Polizeiwagen herumstanden.

Zwischenfälle wie dieser kommen in China häufig vor. Nach einer Studie wurden 2009 annähernd 90.000 dieser Vorfälle gezählt. 2007 waren es noch 80.000. Sie sind eine Belastungsprobe für die kommunistische Führung und die Stabilität der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. In China wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Auch die Verärgerung der Bevölkerung über Korruption und Umweltverschmutzung nimmt zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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