Chinesische Regierung befürchtet Eskalation
Tausende Chinesen protestieren gegen Japan

HB BERLIN. In den chinesischen Städten Schanghai und Hangzhou sind am Samstag erneut tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Japan zu protestieren. Grund für die Empörung ist die Darstellung des Zweiten Weltkriegs in neuen japanischen Schulbüchern. Am vergangenen Wochenende hatten Chinesen deshalb die japanische Botschaft in Peking angegriffen.

In Schanghai, wo 5000 Menschen demonstrierten, wurde das dortige japanische Konsulat mit Eiern und Plastikflaschen beworfen. Bereitschaftspolizisten hielten die Menschen aber vom Gebäude selbst fern. Später wurden auch die Fensterscheiben japanischer Geschäfte oder Bars eingeworfen. Über Verletzte ist bislang nichts bekannt.

Auch aus Hangzhou im Osten des Landes wurden Proteste gemeldet. Die Demonstranten missachteten Mahnungen der Regierung, die angekündigt hatte, keine weiteren Proteste mehr zuzulassen.

In Peking wird offenbar befürchtet, dass die Proteste eskalieren könnten. Dies würde die Beziehungen zu Japan schwer belasten.

Der Konflikt verschärfte sich mit der Entscheidung der japanischen Regierung, Gasbohrungen in einem zwischen beiden Staaten umstrittenen Gebiet im Ostchinesischen Meer vornehmen zu lassen.

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