Chinesischer Stahlbedarf treibt Preise nach oben
EU droht China wegen Koks-Exporte mit WTC

Die EU will bei der Welthandelsorganisation eine Beschwerde gegen China einreichen: Die Volksrepublik verschärfe durch ihre Ausfuhrbeschränkungen für Kohlekoks den weltweiten Preisanstieg für Stahl.

HB BERLIN.

Die Europäische Union (EU) will sich an die Welthandelsorganisation (WTO) angesichts der Exportbeschränkungen für Kohlekoks durch China wenden. Die Volksrepublik sei dadurch mitverantwortlich für den starken Preisanstieg von Stahl auf dem Weltmarkt, hieß es in einem Agenturbericht von Freitag. Die EU habe China bis Freitag eine Frist gesetzt, auf die es bislang keine Reaktion aus Peking gegeben hätte, hieß es in dem Bericht unter Verweis auf Informationen aus EU-Kommissions-Kreisen in Brüssel

.

Die EU habe keine andere Alternative als den Streitschlichtungsmechanismus der Welthandelsorganisation in Bewegung zu setzen, sollte keine andere Lösung gefunden werden. Dies wäre der erste Streit den die EU vor der WTO gegen China austragen würde.

Die hohe Nachfrage aus China nach Stahl sorgte für weltweit für eine drastischen Stahlpreisanstieg. Die boomende chinesische Wirtschaft kann ihren Bedarf kaum selbst decken und kauft große Mengen auf dem Weltstahlmarkt ein:. So kündigte die Volksrepublik an, zusätzlich zur eigenen Produktion von 260 Millionen Tonnen in diesem Jahr 40 Millionen Tonnen zu importieren. Durch den hohen Bedarf steigen auch die Preise für Koks und Eisenerz, die zur Stahlproduktion benötigt werden. Seit Anfang letzten Jahres haben sich die Weltmarktpreise für diese Rohstoffe verdoppelt.

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