Chiracs Lager verliert massiv bei Regionalwahlen
Schlappe für Frankreichs Regierung

Bei der zweiten Runde der Regionalwahlen in Frankreich haben die bürgerlichen französischen Regierungsparteien massiv verloren. Nach den ersten Hochrechnungen konnte die Linke eine große Mehrheit der 26 Regionen erobern.

HB PARIS. Eine Nachwahlbefragung des Meinungsforschungsinstituts CSA ergab 50 % der Stimmen für die Linke. Die Konservativen von Präsident Jacques Chirac und Pierre Raffarin kamen demnach auf 37,5 %. Umfragen des Instituts TNS-Sofres ergaben 49,8 % für die Linke und 37 % für die Konservativen. Bei der Stichwahl waren rund 41 Mill. Bürger aufgerufen, in 26 Regionen und rund 100 Departements ihre Vertreter zu bestimmen.

Analysten rechneten damit, dass Chirac nach einer erneuten Schlappe für die Mitte-Rechts-Regierung Ministerpräsident Raffarin ablösen könnte. Die Wahl gilt auch als wichtiger Stimmungstest für Chirac, dessen Popularität angesichts anhaltend hoher Arbeitslosigkeit und deutlichen Einschnitten im Gesundheitswesen auf den niedrigsten Stand seit seiner Wiederwahl 2002 gefallen ist.

In der ersten Runde am Sonntag voriger Woche hatten die regierenden Mitte-Rechts-Parteien lediglich 34 % der Stimmen erhalten, während für die gemäßigte Linke 40 % der Wähler votierten. Die rechtsradikale Nationale Front hatte dank der großen Zahl von Protestwählern mit 17 % der Stimmen eines ihrer besten Ergebnisse erzielt.

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