Chodorkowski: Ex-Öl-Manager wirft Kreml Hetze vor

Chodorkowski
Ex-Öl-Manager wirft Kreml Hetze vor

Der frühere russische Öl-Manager Michail Chodorkowski hat nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ dem Kreml Hetze gegen ihn vorgeworfen. Der tschetschenische Regierungschef hatte ihn zu seinem „persönlichen Feind“ erklärt.
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MoskauNach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat der frühere russische Öl-Manager Michail Chodorkowski dem Kreml Hetze gegen ihn vorgeworfen. Chodorkowski hatte nach dem vermutlich religiös motivierten Anschlag, bei dem mindestens zwölf Menschen getötet wurden, Medien weltweit aufgerufen, die religionskritischen Karikaturen von „Charlie Hebdo“ nachzudrucken, um ein Zeichen für die Redefreiheit zu setzen.

Daraufhin hatte der kremltreue Chef der muslimisch geprägten Nordkaukasusrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, Chodorkowski zu seinem „persönlichen Feind“ erklärt und indirekt dazu aufgerufen, diesen zu bestrafen. „Die Kreml-Propagandisten versuchen umsonst, Fanatiker auf mich zu hetzen“, schrieb Chodorkowski am Freitag im Internet. „Terroristen können drohen, sie können einem sogar das Leben nehmen. Aber sie können die Gesellschaft nicht der Stimme berauben“, meinte er.

Chodorkowski gilt als Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Von 2003 bis 2013 saß er aufgrund einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis. Die Strafe war international als politisch motiviert kritisiert worden. Seit seiner überraschenden Begnadigung lebt der 51-Jährige in der Schweiz.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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