Chodorkowski-Prozess
Gericht weist Antrag auf Bewährung zurück

Ein russisches Gericht hat den Antrag des ehemaligen Ölmilliardärs Michail Chodorkowski auf Haftaussetzung einem Zeitungsbericht zufolge zurückgewiesen.
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MoskauDie Anwälte des Kremlkritikers hätten versäumt, Unterlagen einzureichen, die zeigten, dass Chodorkowski eine Haftstrafe verbüße, zitierte die Zeitung „Kommersant“ einen Gerichtssprecher. Deshalb sei der Antrag zurückgeschickt worden.

Der Ex-Chef des mittlerweile zerschlagenen Ölkonzerns Yukos ist seit 2003 inhaftiert und soll erst 2016 freikommen. Das Gericht konnte zunächst nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. Ein russisches Berufungsgericht hatte Ende Mai die Verurteilung Chodorkowskis bestätigt, zugleich aber die Haftstrafe um ein Jahr auf nun insgesamt 13 Jahre verkürzt. Der ehemals reichste Mann Russlands wurde wegen Betrugs, Steuerhinterziehung, Unterschlagung und Geldwäsche verurteilt. Er wies sämtliche Anschuldigungen stets zurück.

Präsident Dmitri Medwedew hatte vergangenen Monat gesagt, es wäre nicht gefährlich, Chodorkowski freizulassen. Ministerpräsident Wladimir Putin hatte dagegen einen härteren Ton angeschlagen und den Ex-Ölmagnaten mit dem US-Verbrecher Al Capone verglichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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