Chronik
Tschetschenen zugeschriebene Anschläge in Russland

Geiselnehmer haben am Mittwoch in einer Schule in Nord-Ossetien mehr als 100 Kinder in ihre Gewalt gebracht. Agenturmeldungen zufolge forderten sie die Freilassung inhaftierter tschetschenischer Rebellen. Nur ein Tag zuvor sprengte sich in der Moskauer Innenstadt eine Selbstmordattentäterin in die Luft und riss zehn Menschen mit in den Tod.

HB LONDON. Der Anschlag trägt ebenfalls die Handschrift von Separatisten aus Tschetschenien. Es folgt eine Chronik von Attentaten außerhalb der umkämpften russischen Kaukasus-Republik, die tschetschenischen Rebellen zugeschrieben werden:

24. August 2004: Zwei russische Passagierflugzeuge explodieren fast zeitgleich, in den Trümmern sterben alle 90 Insassen. Die erste Maschine vom Typ Tu-134 war auf dem Weg nach Wolgograd und explodierte südlich von Moskau ab. Die zweite, eine Tupolew 154, war nach Sotchi unterwegs und stürzte Nahe Rostow am Don ab.

22. Juni 2004: Tschetschenische Separatisten besetzen in der benachbarten russischen Republik Inguschetien ein Gebäude des Innenministeriums und eröffnen das Feuer auf weitere Gebäude. Mindestens 92 Menschen werden getötet, darunter Abukar Kostojew, der Innenminister der russischen Teilrepublik.

6. Februar 2004: Bei einem Selbstmordattentat in einer Moskauer U-Bahn sterben mindestens 39 Passagiere, hundert werden verletzt. Die bislang unbekannte tschetschenische Rebellengruppe „Gasotah Murdasch“ bekennt sich zu dem Anschlag.

9. Dezember 2003: Sechs Menschen sterben bei einem Bombenanschlag in der Nähe des Kremels in der Moskauer Innenstadt. Mindestens 13 werden verletzt.

5. Dezember 2003: Bei einer Bombenexplosion in einem Pendlerzug nahe dem Jessentunki-Bahnhof im Süden Moskaus kommen 46 Menschen ums Leben, 160 tragen Verletzungen davon.

1. August 2003: Ein Attentäter bringt mit an einem Lastwagen befestigten Sprengsätzen ein Militärkrankenhaus in der Stadt Mosdok im Norden Inguschetiens zur Explosion. Mindestens 50 Menschen werden getötet.

5. Juli 2003: Zwei russische Selbstmordattentäterinnen sprengen sich bei einem Open-Air-Konzert in Moskau in die Luft. Sie reißen 15 Menschen mit in den Tod, 60 werden verletzt. 23.-26. Oktober 2002: 129 Geiseln und 41 tschetschenische Rebellen kommen ums Leben, als russische Soldaten ein Moskauer Theater stürmen. Die Separatisten hatten zuvor 700 Menschen während einer Musical-Vorstellung als Geiseln genommen. Die meisten Geiseln sterben durch Gas, das die Rebellen außer Gefecht setzen sollte.

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