Chronologie
Das langsame Sterben des Jassir Arafat

Nahezu drei Wochen lang sorgten sich die Palästinenser um das Leben ihres Präsidenten Jassir Arafat.

HB HAMBURG. Eine Chronologie:

23. Oktober: Tunesische und ägyptische Ärzte untersuchen den 75- Jährigen in seinem Hauptquartier in Ramallah. Er habe eine Grippe, sei ansonsten aber „okay“, versichert seine Umgebung.

25. Oktober: Israel stimmt einer Behandlung Arafats im Krankenhaus von Ramallah zu.

27. Oktober: Der israelische Rundfunk berichtet, Arafat sei ohne Bewusstsein. Die Palästinenser dementieren dies ebenso wie Berichte über eine Krebserkrankung.

28. Oktober: Ob Krebs, Viruserkrankung oder Grippe - das Ärzteteam in Ramallah kommt zu keiner Diagnose. Israel erlaubt eine medizinische Behandlung im Ausland und sichert Arafat ein Rückkehrrecht zu.

29. Oktober: Von seinem Hauptquartier wird Arafat mit einem Hubschrauber nach Jordanien und von dort aus nach Paris geflogen. Erste Untersuchungen in einem Militärhospital.

2. November: Nach widersprüchlichen Spekulationen der Vortage schließen die französischen Ärzte eine Krebserkrankung aus. Arafat leide an Störungen des Blutbildes und der Verdauung.

3./4. November: Arafat auf der Intensivstation. Angeblich hat er das Bewusstsein verloren. Der französische Präsident Jacques Chirac eilt an sein Krankenbett. Das Krankenhaus dementiert Meldungen, wonach er schon tot sei.

7. November: Der französische Außenminister Michel Barnier versichert, dass Arafat lebe.

8. November: Arafats Frau Suha beschuldigt die Palästinenserführung, sie plane ein „Komplott“ gegen ihren Mann und wolle ihn „lebendig begraben“, um sein Erbe anzutreten.

9. November: Eine ranghohe Palästinenserdelegation mit Ministerpräsident Ahmed Kureia und PLO-Vizechef Mahmud Abbas besucht das Pariser Militärkrankenhaus. Ob sie zu dem in ein tiefes Koma gefallenen Patienten vorgelassen wurden, ist nicht bekannt.

10. November: Scheich Taisir Tamimi, der ranghöchste palästinensische Rechtsgelehrte, weilt fast eine Stunde an Arafats Sterbebett. Dessen Funktion als Präsident übernimmt vorläufig Parlamentspräsident Rauhi Fattu.

11. November: Ein Sprecher des Militärkrankenhauses bei Paris bestätigt den Tod Arafats am frühen Morgen.

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