International
Chronologie: Der Weg zu einer europäischen Verfassung

HB BRÜSSEL. Die Diskussion über eine europäische Verfassung reicht lange zurück. Am Freitag wollen die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel einen neuen Vertrag für die Gemeinschaft in Form einer europäischen Verfassung aushandeln. Bis dahin war es ein weiter Weg:

Dezember 2000 - Die EU-Staats- und Regierungschefs einigen sich nach zähem Ringen auf einen neuen Vertrag, um die EU-Institutionen an die Erweiterung um zehn Staaten anzupassen. Der Kompromiss gilt aber wegen der umstrittenen Stimmenzahl im Ministerrat und einer nur zaghaften Ausweitung der Mehrheitsentscheidungen als unzureichend. In einer Zusatzerklärung fordert der Europäische Rat deshalb zu einer Diskussion über die Zukunft Europas auf, die in einen neuen Vertrag münden soll.

Dezember 2001 - Auf dem EU-Gipfel von Laeken rufen die Staats- und Regierungschefs den Konvent ins Leben. Dieser soll bestehend aus Vertretern der Regierungen, der nationalen Parlamente, des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission den Entwurf für eine europäische Verfassung erarbeiten. Auch die zehn Beitrittsländer dürfen Vertreter in den Konvent entsenden.

28. Februar 2002 - Die 105 Mitglieder des EU-Konvents nehmen in Brüssel ihre Arbeit auf. Der Präsident des Reformgremiums, der frühere französische Staatspräsident Valery Giscard d'Estaing, zieht dabei einen Vergleich zur „Philadelphia Convention“, die 1787 die Verfassung der Vereinigten Staaten schrieb.

20. Oktober 2002 - Irland ratifiziert in einem Referendum als letzter EU-Mitgliedstaat den Vertrag von Nizza.

Seite 1:

Chronologie: Der Weg zu einer europäischen Verfassung

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%