CIA-Bericht

Terrormiliz IS hat schon mehr als 30.000 Kämpfer

Die Terrormiliz IS bekommt immer mehr Mitglieder – und das obwohl sich immer mehr Länder gegen die Extremisten zusammenschließen. Aktivitäten der IS in Deutschland will der Innenminister heute verbieten.
Update: 12.09.2014 - 09:04 Uhr 6 Kommentare
Ein Mitglied der IS weht mit einer Flagge in Rakka. Die Terrormiliz hat ihre Rekrutierung verstärkt und erhält mehr Mitglieder. Quelle: Reuters

Ein Mitglied der IS weht mit einer Flagge in Rakka. Die Terrormiliz hat ihre Rekrutierung verstärkt und erhält mehr Mitglieder.

(Foto: Reuters)

Washington/BerlinDie Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben des US-Geheimdienstes CIA zwischen 20.000 und 31.500 Kämpfer im Irak und in Syrien. Das berichtete der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf einen CIA-Sprecher. Diese Gesamtzahl sei durch eine verstärkte Rekrutierung seit Juni gestiegen. Gründe für den stärkeren Zulauf seien unter anderem „Erfolge auf dem Schlachtfeld und die Ausrufung eines Kalifates“. Zudem habe die Miliz zusätzliche Informationsquellen erschlossen.

Auch Deutschland ist besorgt. Die Bundesregierung will heute der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Aktivitäten in Deutschland verbieten. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) werde bei einer Pressekonferenz am Vormittag in Berlin ein Betätigungsverbot für die Terrorgruppe in der Bundesrepublik verkünden. Dabei solle auch das Verwenden von Symbolen wie der schwarzen IS-Flagge untersagt werden.

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sagte im ARD-„Morgenmagazin“, das Innenministerium prüfe seit einiger Zeit, ein Vereinsverbot oder ein Betätigungsverbot zu verhängen. Ein Verbot, das „gerichtsfest“ sein müsse, sei rechtlich kompliziert. „Zumal ein Vereinsverbot allein möglicherweise nicht die gewünschte Wirkung hinterlassen kann. Es geht ja dann darum, eine Organisationsstruktur zu zerschlagen, den Mitgliedern die Basis für ihre Aktivitäten zu nehmen.“

International formiert sich im Kampf gegen die Terrormiliz eine immer größere Allianz mit den USA. Zehn arabische Länder wollen sich an dem von Washington geschmiedeten Bündnis mit Europa beteiligen. Auch Australien sowie Kanada und weitere Nato-Mitglieder wollen die Allianz unterstützen. Trotz der angekündigten US-Militärschläge in Syrien und der geplanten Verstärkung gemäßigter Rebellen gilt der Schulterschluss mit Partnern in der Region als entscheidend, um die Miliz schrittweise zurückzudrängen. Die Islamisten kontrollieren weite Teile des Iraks und Syriens und massakrieren Andersgläubige.

In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten die zehn arabischen Länder nach einer Anti-Terror-Konferenz in der saudischen Hafenstadt Dschidda, sie seien übereingekommen, ihren Teil zum Kampf gegen die Extremisten beizutragen und die Militäraktion zu unterstützen. Das berichtete der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija am Donnerstag. Mit seiner Reise in die Region versucht US-Außenminister John Kerry, mehr Staaten für die Ziele der USA zu gewinnen. Zuvor hatte er in Dschidda gesagt, im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) komme den Arabern eine führende Rolle zu.

Zu den Ländern gehören neben Saudi-Arabien und dem Irak auch Bahrain, Ägypten, Jordanien, Kuwait, der Libanon, der Oman, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Sie sagten unter anderem zu, die Finanzströme der Extremisten und den Zulauf von ausländischen Kämpfern zu stoppen. Die Türkei, die ebenfalls an der Konferenz in Dschidda teilnahm, zählt nicht zu den Unterzeichnern der Erklärung. Aus Saudi-Arabien und Katar wurden die IS-Kämpfer zumindest in der Anfangszeit noch finanziert. Kerry sollte in die Türkei und dann nach Paris weiterreisen.

In Washington wächst unterdessen die Hoffnung, aus Europa auch Unterstützung bei den Luftangriffen zu bekommen. Großbritannien schließt eine solche Beteiligung in Syrien nicht aus. „Was Luftstreitkräfte und Ähnliches angeht, hat der Premierminister nichts ausgeschlossen“, betonte ein Sprecher des Premierministers David Cameron. Auch Frankreich ist nach den Worten von Außenminister Laurent Fabius bereit, sich, „sofern notwendig“, an Lufteinsätzen im Irak zu beteiligen.

„Das ist ein Akt der Aggression“
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6 Kommentare zu "CIA-Bericht: Terrormiliz IS hat schon mehr als 30.000 Kämpfer"

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  • @ Günther Schemutat: Die Kreuzzüge waren doch nichts anderes, oder die Plünderungen in Lateinamerika, die immer auch mit der Missionierung einhergingen. Wer bestimmt eigentlich wer die Ungläubigen sind?

  • Die Isis bewegt sich in einem Gebiet das die Grösse von Deutschland hat und mit 30 000 tausend Schlachtern bekommen sie nicht einmal das Volksparkstadion voll.

    Das bedeutet aber das sie jetzt konzentriert sind und massiv bekämpft werden müssen, bevor sie weltweit sich verteilen.

    Der radikale Islam hat allen Menschen den Weltkrieg erklärt die anders sind als sie selber. Noch 1965 hat kein Hahn nach dem islam gekräht. Er war nicht erwähnungswert.

    Heute steht der radikale Islam von China Indien,Thailand,Arabien,Europa,
    Afghanistan ,Pakistan Afrika etc im Krieg. Wer das noch nicht sieht, der gehört vermutlich dazu.

    In Deutschland und Europa wird der Krieg dazu führen, dass sich Europa in Kleinstaatlichkeit flüchten wird um sich besser zu schützen. Die zentralregierungen sind zu schwach oder schon Anhänger.

  • "Russland kritisierte die angekündigten Luftangriffe in Syrien scharf. Dies wäre ohne Genehmigung durch den Weltsicherheitsrat ein „Akt der Aggression“, sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch."

    Russland und andere auf der Welt haben es wohl immer noch nicht verstanden. Die "Guten" bestimmen wer die Guten sind und die "Guten" dürfen alles. Völkerrecht, Menschenrechte, Kriegsrechtskonventionen, Staatsverfassungen, nationales Recht und Bi-laterale Staatsverträge alles Scheißegal, denn nur die "Guten" entscheiden was zeitweilig angewendet wird und bei wem!
    Wir haben also scheinbar, jedenfalls manchmal, rechtsstaatliche Verhältnisse, tatsächlich und faktisch haben wir aber ein neues Feudalrecht. Was früher die Adligen, Kirchenfürsten, Könige und Kaiser, als die von Gott auserwählten um zu herrschen, waren, sind heute schlicht nur noch die “Guten“. Es ist mittlerweile so offensichtlich, dass selbst leicht mongoloide Menschen verstanden haben, was hier im Westen völlig schief läuft. Es kann sich also keiner mehr hinter seiner angeblichen Unwissenheit verstecken, diese Gnade der Adolf-Generationen gibt es nicht mehr!

    http://www.westendverlag.de/buecher-themen/programm/mathias-broeckers-paul-schreyer-wir-sind-die-guten.html#.VBIvmvl_vOE
    “Wir sind die Guten.“ Autoren: Mathias Bröckers & Paul Schreyer

    Schreit später nicht, Frau Merkel hat uns verraten! Ihr hättet sie stoppen können, Ihr habt euch selbst und eure Nachkommen verraten, Ihr wolltet es genau so! Man benutzt euch, eure Steuergelder und eure Arbeitskraft dazu zuerst um die Widerspenstigen klein zu machen und zu assimilieren, um dann letztlich auch euch und eure Nachkommenschaft im neuen Feudalsystem konform zu machen.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/12/handels-krieg-gegen-russland-der-grosse-verrat-von-angela-merkel-an-ihrem-volk/

    Selbstverständlich muss etwas gegen “IS“ unternommen werden, allerdings im Rahmen unserer Gesetze! Oder sind wir ebensolche “Tiere“?!!

  • tk

    Motivforschung kann sich damit begnügen Schuldige auszumachen: sowas macht vmtl die Kommandoebene der IS auch bei der Rekrutierung.
    Dagegenhalten reicht lange nicht mehr und könnte zur Verschärfung sein Schärflein beitragen

    Man sollte auch Ursachen für die Mittelaufbringung im Blick behalten, die zum Aufbau derartiger Kommandotruppen geführt haben.
    Ob der IS tatsächlich so homogen ist, wie er erscheinen will wird sich vlt noch erweisen müssen.

  • Primäres Ziel des Hegemon ist es Syrien einzunehmen, das dortige Öl einzukassieren.
    Dafür wurde zuerst der Irak angegriffen und dort ein „Machtvakuum“ geschaffen. Nun kommt der Hegemon als angeblich weißer Ritter zurück, will angeblich die das von USA geschaffenen Machtvakuum im Irak nutzende IS bekämpfen, aber er will eigentlich endlich Syrien einkassieren.
    Naiv, wer das nicht durchschaut.
    Der Artikel ist im übrigen unvollständig: Die Länder die gegen IS antreten wollen, haben betont, das Völkerrecht und territoriale Integrität gewahrt bleiben müssen. Und das als primäre Voraussetzung für ihre Zustimmung und Mitarbeit.
    Hollywood-Pinoccio dagegen hat nicht nur laut verkündet, das er Grenzen nicht achten wird und damit grundlegende Regeln des friedlichen Zusammenlebens verletzt, er hat nun auch offen zugegeben, syrisches Land besetzen und ausbeuten zu wollen.
    Berichten zufolge sind die aus Deutschland via Leipzig ausgeflogenen Westen und Helme bei den Putschisten in Kiew gelandet.
    Mal schauen was uns noch alles zu IS aufgetischt wird, um friedliche Länder Stück für Stück in den Krieg zu ziehen, um Syrien einzunehmen.

  • Terrormiliz IS
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    Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben des US-Geheimdienstes CIA zwischen 20 000 und 31 500 Kämpfer im Irak und in Syrien. Das berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen CIA-Sprecher.

    Sie erhält weltweit Zulauf.
    Aber wer sind diese "Kämpfer" die in den Dschihad ziehen?
    Diese Frage ist leicht zu beantworten.
    Sie sind jung, männlich und ungebildet.
    Sie haben sich radikalisieren lassen von Hasspredigern, Salafisten und in diversen Moscheen.

    Die Szenerie wirkt wie eine albtraumhafte Nachstellung aus dem 7. Jahrhundert, nur mit gepanzerten Geländewagen statt Kamelen.

    Und da sind sie auch stehengeblieben!
    Für diese sogenannten "Kämpfer" ist das das letzte große Abenteuer. Und wenn sie dann als "Märtyrer" sterben, werden sie von Allah mit 72 Jungfrauen belohnt.

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