Co2-Ausstoß
US-Bundesstaaten klagen gegen Umweltbehörde

Zehn amerikanische Bundesstaaten haben die amerikanische Umweltbehörde EPA wegen fehlender Maßnahmen zum Kampf gegen die globale Erwärmung verklagt: Die Behörde lasse zu, daß Kraftwerke zuviel Co2 in die Luft ablassen.

HB WASHINGTON. Kalifornien und New York sind unter den Bundesstaaten, die bei einem Bundesgericht in Washington Klage gegen die Umweltbehörde eingereicht haben. Die EPA weigere sich, den Ausstoß von Kohlendioxid (Co2) von Kraftwerken zu reglementieren, hieß es in der Klageschrift. Es gebe jedoch eindeutige Beweise, dass derartige Emissionen „der öffentlichen Gesundheit und dem öffentlichen Wohl“ schadeten. Ein Sprecher der Umweltbehörde wies die Beschuldigung zurück.

Ein Vertreter des Bündnisses der Klimaschutzbehörden der Bundesstaaten sagte, dass im ganzen Land und auf der ganzen Welt die Erkenntnis wachse, dass die globale Erwärmung ein sehr ernstes Problem sei, das schnell angegangen werden müsse. Zwar wünschten sich die Bundesstaaten ein entschlossenes Vorgehen der Bundesregierung. „Aber weil es das nicht gibt, haben sie keine andere Wahl, als auf Länder- und Kommunalebene zu handeln und zu klagen“, sagte er.

Viele Wissenschaftler machen Treibhausgase wie Kohlendioxid für die Erderwärmung und Klimaveränderung mit verantwortlich. Präsident George W. Bush lehnt Vereinbarungen zur Reduzierung der Treibhausgase ab und setzt auf freiwillige Maßnahmen der Industrie. Mit diesem Argument zogen sich die USA auch vom internationalen Kyoto-Protokoll zurück, in dem sich zahlreiche Staaten zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen verpflichten.

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