Commerzbank-Prognose Grexit-Wahrscheinlichkeit steigt auf 50 Prozent

Düstere Aussichten für Griechenland: Nachdem ein Spitzentreffen in Brüssel ergebnislos zu Ende gegangen ist, rückt nach Einschätzung von Commerzbank-Experten der Austritt aus der Währungsunion näher.
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Schuldenstreit: „Wir sollten keinen Millimeter nachgeben“

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FrankfurtNachdem die griechische Regierung zum zweiten Mal binnen weniger Tage Gespräche über den Umgang mit ihren Milliardenschulden hat platzen lassen, haben Experten der Commerzbank ihre Prognose für einen Euro-Abschied Griechenlands, den sogenannten Grexit, drastisch nach oben geschraubt. „Letzte Woche hatten wir das Risiko eines Grexit noch mit 25 Prozent beziffert. Diese Wahrscheinlichkeit sehen wir jetzt bei 50 Prozent“, heißt es in einer Kurzanalyse des Commerzbank-Chef-Ökonoms Jörg Krämer.

Krämer begründet seine Einschätzung damit, dass ein Einknicken der Euro-Gruppe, auf das die griechische Verhandlungsstrategie offensichtlich spekuliert habe und vielleicht immer noch spekuliere, nach den heutigen Aussagen des Euro-Gruppen-Chefs Jeroen Dijsselbloem „wenig wahrscheinlich“ sei.

Dijsselbloem hatte griechische Erwartungen gedämpft, dass ein neues Hilfsprogramm mit weniger Einschnitten für das krisengeschüttelte Land verbunden ist als das jetzige. „Würde ein neues Programm ganz anders aussehen? Ich glaube nicht“, sagte Dijsselbloem am Montag nach dem Scheitern von Verhandlungen zwischen den Euro-Finanzministern und der griechischen Regierung zur Überbrückung der Finanzierungsprobleme. Jedes Hilfspaket wäre an Bedingungen geknüpft, ergänzte er.

Die Euro-Länder haben Griechenland eine Frist bis Freitag gesetzt, eine Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms zu beantragen. Dies hat die Regierung in Athen bislang entschieden abgelehnt. Die Euro-Finanzminister ringen unter Zeitdruck um eine Lösung, weil das aktuelle Programm, dessen Sparauflagen die linke Regierung in Athen als zu einschneidend ablehnt, bis Ende Februar läuft und danach die Pleite des Landes droht.

Krämer gab zu bedenken, dass die Wahlversprechen, die der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bei seiner Antrittsrede im Parlament noch einmal unterstrichen hat, und der öffentliche Druck ihm „nur wenig Verhandlungsspielraum“ ließen. Denn das griechische Parlament müsse einer Einigung zustimmen. „Geht er zu weit auf die Forderungen der Euro-Gruppe ein, könnte ihm Teile seiner Partei im Parlament die Gefolgschaft verweigern. Und auf die Unterstützung der Opposition wird er kaum bauen können“, ist der Commerzbank-Chefökonom überzeugt. Daher dürften ihm nur „massiver Druck“ von Seiten der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Märkte ein Einlenken in letzter Minute erlauben.

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16 Kommentare zu "Commerzbank-Prognose: Grexit-Wahrscheinlichkeit steigt auf 50 Prozent"

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  • genau das wollen die Griechen von ihrer neuen Regierung Frau Sachse

  • Warum müssen die EU-Finanzminister eine Lösung für Griechenland finden? Sind die Griechen nicht selber schon erwachsen?

  • rau Gabriele Niggeaber,
    warum r für die Sculden haften?
    Na, weil Frau Merkel das so wollte.
    Aber unser Volk ist so blöde und wählt di immer wieder

  • Griechenland könne sich einen GREXIT nicht leisten...

    Kommt immer auf den Standpunkt dabei an.
    Ich schrieb schon zuvor, worauf dabei Wert gelegt werden sollte.

    Merkwürdig ist nur, dass die Presse grundsätzlich nicht bereit ist, das Thema GREXIT einmal von der Seite der vorhandenen Bodenschätze Griechenlands (Gold, Öl, Gas) zu beleuchten!

    Das hat schon seinen Grund!
    man frage sich immer: WEM NÜTZT ES ?!

  • Nur leider wurde von unseren lieben Freunden, den ehemaligen Alliierten, im Zwei+Vier-Vertrag festgehalten, dass die Bürger der BRD niemals mehr reicher sein dürfen, als der ärmste Staat €uropas!!!!
    Kohl fand den Vertrag, der uns zudem ungefragt die DMark stahl, so hervorragend, dass er ihn GEGEN UNS unterschrieb.

  • Aber Herr Neuerer, gerade erst haben Sie die AfD doch als "Pseudo-Liberale" in Hamburg abgekanzelt?!? Diese "Pseudo-Liberalen" werden doch am Ende nicht etwa Recht haben? Aber wenn man ein stramm regierungstreu denkender Journalist ist, muß man schon auch mal Fünfe gerade sein lassen, wenn es der Regierungsraison dient, nicht wahr? Ja keine ans Ruder kommen lassen, die seit JAHREN (nämlich seit der Parteigründung) exakt dieses jetzt eingetretene Szenario skizziert haben. Die mal einfach versuchen lassen, ob sich was zum Besseren wendet, ist in Ihrem Denkuniversum auch nicht möglich, nicht wahr? Lieber mit Hurra in die falsche Richtung, als mit Nachdenken in die richtige. Ich würde Ihnen die Stelle als CDU- oder SPD-Generalsekretär (ist eh das Gleiche) empfehlen - da muß man auch nur Befehlsempfänger des jeweiligen Regierungschefs sein. Denken ist dort nicht gefragt.

  • Mal schauen zu welchem Zeitpunkt während der Verhandlungen die Griechen die russische Karte ziehen und vorweisen werden und damit auch die Nato-Karte.

    Genau dann , wenn die Bündnisfrage gestellt wird, kommt auch neue Dynamik in den Gesamtprozess und nicht nur die EU sondern auch die USA müssen sich mit geopolitischen Fragestellungen, was dem östlichen Mittelmeerraum angeht auseinandersetzten..

    Ob Griechenland diese Karte spielen wird, bleibt abzuwarten.

  • Hoffentlich bedeuten Ihre 100% dann auch, dass die Griechen ihre Schulden zu 100% durch eigene Leistung abbauen.
    Sie haben genug Möglichkeiten: gut gehende Goldminen, Erdgas und Eröl in fast unbegrenzten Mengen vor der eigenen Küste.
    Warum also garantieren WIR für die Schulden Griechenlands?

  • Griechenland wird nicht aus dem €urowürgegriff entlassen. Das kann sich dieses Regime gar nicht leisten, denn es wäre das Startsignal für all die anderen Pleitegeier der €U es ebenfalls wie Griechenland zu machen und da wir darüber hinaus für die Schulden der €U-Staaten garantieren, würde diese Schulden€U sofort kollabieren.
    Es geht aber um das Aufrechterhalten des Zwangssystem €uro€U. Also wird man für Troika, IWF und den jetzt kommenden Schuldenerlass Griechenlands einen anderen Namen finden und die Schulden zulasten der Doofmichel der BRD umschulden. Dann wird man wieder eine Lügenstory erstellen und es dem dumpen deutschen Steuerzahler alternativlos umjustieren.

  • ich lebe in Griechenland und inzwischen bin ich fuer einen greexit und fuer einem NATO exit auch. Es wird eine schlimme Zeit fuer Griechenland kommen aber die wird kuerzer sein als was Europa als Alternative bietet. Ich hoffe die Nachfolgen fuer Europa werden wirklich sogering sein dass alle die fuer den grexit sind, enlich zufrieden sein werden

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