Computer-Kriminialität
China-Hacker versuchen es offenbar auch bei den Briten

Nach deutschen und US-Regierungsstellen haben chinesische Hacker Berichten zufolge auch britische Ämter ins Visier genommen. Demnach gab es Online-Angriffe auf die Netzwerke des Außenministeriums und des Parlaments.

HB LONDON. Bei einigen der Hacker könnte es sich um chinesische Militärangehörige handeln, berichtete die Londoner Zeitung „The Guardian“ am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise. Die Regierung wollte zu dem Bericht zunächst keine Stellung nehmen.

Kurz vor dem China-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor gut einer Woche hatte der „Spiegel“ berichtet, dass chinesische Hacker so genannte Trojaner zum Ausspionieren von Daten auf Computer im Bundeskanzleramt und in drei Ministerien platziert hätten. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao kündigte danach scharfe Maßnahmen gegen Computer-Spionage an und sprach sich für ein internationales Vorgehen aus.

Auch in das Computersystem des US-Verteidigungsministeriums sollen die Hacker Presseberichten kürzlich eingedrungen sein. Dabei sollen auch Teile des EDV-Systems im Büro von US-Verteidigungsminister Robert Gates zum Absturz gebracht worden sein.

Die chinesische Regierung dementierte die Angriffe. „Hacker sind ein internationales Problem und China selbst ist häufig ein Opfer", sagte ein Sprecherin in einer Reaktion auf die gestrigen US-Berichte. Die chinesische Regierung lehne solche illegalen Aktivitäten zur Störung von Computernetzwerken ab und sei zur Kooperation mit anderen Ländern im Kampf gegen Internetverbrechen bereit, erklärte sie.

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