Cyber-Spionage
Chinesische Hacker sollen US-Firmen angegriffen haben

Laut einer Sicherheitsfirma haben chinesische Computerhacker Ende September mehrere US-Firmen angegriffen. Bei sieben Technologie- und Pharmafirmen haben demnach die Alarmglocken geklingelt.

San Francisco/WashingtonUngeachtet der Drohungen von US-Präsident Barack Obama haben chinesische Hacker einer Sicherheitsfirma zufolge amerikanische Unternehmen angegriffen. Von den Attacken seien in den vergangenen drei Wochen mindestens sieben Firmen betroffen gewesen, teilte das Unternehmen CrowdStrike mit, das Software vertreibt, die Hackerangriffe erkennt und abwehrt.

Bei fünf Technologie- und zwei Pharmafirmen hätten die installierten Systeme seit dem 26. September Alarm geschlagen. Nur einen Tag zuvor hatten sich Obama und Chinas Staatschef Xi Jinping darauf verständigt, die Cyber-Spionage zu begrenzen.

Die zwei größten Volkswirtschaften haben sich wiederholt gegenseitig Angriffe auf Netzwerke vorgeworfen. Obama hatte die Volksrepublik nach dem Treffen mit Präsident Xi gewarnt, sollte es Hackerangriffen auf amerikanische Behörden und Firmen geben, würden die USA China mit Strafmaßnahmen belegen und rechtliche Schritte einleiten.

Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums bekräftigte am Montag, die Regierung lehne jegliche Form von Hacker-Angriffen oder Industrie-Spionage ab.

CrowdStrike-Mitgründer Dmitri Alperovitch sagte, er glaube, dass die Hacker in Verbindung mit der chinesischen Regierung stünden, was sich unter anderem aus den genutzten Servern und der eingesetzten Software erkennen ließe. Das US-Präsidialamt sei informiert. Welche Unternehmen betroffen seien, sagte Alperovitch nicht. Ein führendes Mitglied der US-Regierung wollte nicht von Attacken sprechen. Die Cyber-Aktivitäten Chinas würden eng überwacht und China dazu gedrängt, seine Zugeständnisse auch einzuhalten, sagte er.

Die Sicherheitsfirma FireEye erklärte, die chinesischen Hacker, die das Unternehmen beobachte, seien weiter aktiv. Aber es sei zu früh, daraus zu schließen, dass sich die Aktivität nun in dieser kurzen Zeit auf Wirtschaftsspionage ausgerichtet habe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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