„Cyberkalifat“ Angriff auf TV5Monde aus Russland?

Möglicherweise sind Hacker aus Russland für den Angriff auf den französischen Fernsehsender TV5Monde im April verantwortlich. Vorrübergehend waren damals elf Kanäle ausgefallen.
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Möglicherweise kam der Hackerangriff auf den französischen Fernsehsender TVMonde aus Russland. Quelle: dpa

Möglicherweise kam der Hackerangriff auf den französischen Fernsehsender TVMonde aus Russland.

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San Francisco/ParisNach dem Hackerangriff auf den französischen Fernsehsender TV5Monde überprüfen Ermittler Justizkreisen zufolge eine Verbindung zu russischen Hackern. Man gehe vor allem dieser Spur nach, sagte ein Insider und bestätigte einen Bericht der Zeitschrift "L'Express". Demnach halten es die Ermittler für weniger wahrscheinlich, dass die Tat auf Islamisten zurückgeht.

Wegen des Hackerangriffes fielen im April vorübergehend elf Kanäle des Senders aus. Auf sozialen Medien von TV5 wurde außerdem gegen die französische Beteiligung an der Militäraktion gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak protestiert. Informationen über den Angriff wurden auf eine Webseite gestellt, die als Teil eines "Cyberkalifates" bezeichnet wurde. Dies war eine Anspielung auf den IS.

Das sind die Giganten der Medienwelt
Gute Unterhaltung aus den USA?
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Fernsehsender, Zeitungen, Kinostudios – und zunehmend Online-Dienste: Medien sind ein Milliardengeschäft – im Foto eine Szene aus „The Late Show“ mit David Letterman (rechts) und US-Präsident Barack Obama (links) zu Gast. Auf Basis der Erlöse des Jahres 2014 hat das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik unter Leitung des Medienwissenschaftlers Lutz Hachmeister ein Ranking der 100 größten Medienunternehmen der Welt erstellt. Wir zeigen die Top 10.

Platz 10: Apple
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Erstmals ist Apple in den Top Ten der weltgrößten Medienunternehmen. Möglich macht das eine Änderung der Systematik der Rangliste: Grundlage für die Einordnung in das Ranking waren ausschließlich die Erlöse der Abteilung iTunes, Software & Services, die bei 13,6 Milliarden Euro lagen. Bisher wurde Apple in der Liste nicht berücksichtigt.

Platz 9: Bertelsmann
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Einziges europäisches Medienunterhemen in den Top Ten ist Bertelsmann mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro. Wichtigste Erlösquelle ist die TV-Holding RTL Group. Aber den Konzern zieht es zunehmend in medienfremde Gefilde. So soll das Geschäft mit der Bildung zu einer neuen Unternehmenssäule ausgebaut werden.

Platz 8: Sony
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Mit einem Medienumsatz von 17,8 Milliarden Euro ist Sony abermals das größte nichtamerikanische Medienunternehmen der Welt. Im Gesamtkonzern des japanischen Unterhaltungselektronikriesen, zu dem das Hollywood-Studio Sony Pictures Entertainment, der Musik-Major Sony Music Entertainment sowie eine erfolgreiche Games-Sparte gehört, gewinnen Medienerlöse zunehmend an Gewicht.

Platz 7: Time Warner
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Time Warner, das einst größte Medienunternehmen der Welt, ist das Resultat mehrerer Fusionen. Zu ihm gehören das Hollywoodstudio Warner Bros. (Tom Hardy in Mad Max: Fury Road), das Verlagshaus Time Inc., die Filmproduktion New Line Cinema, der Pay-FV-Sender HBO und die TV-Holding Turner Broadcasting Systems. Das Medienhaus erlöste zuletzt 20,6 Milliarden Euro.

Platz 6: Viacom
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Viacom CBS, das auf einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro kommt, besteht aus zwei börsennotierten Gesellschaften, die beide von der Holding National Amusements Inc. des Firmenpatriarchen Sumner Redstone kontrolliert werden. Zu Viacom gehören die TV-Sender MTV und Nickelodeon sowie das Hollywoodstudio Paramount, zu CBS das Free-TV-Geschäft um das gleichnamige landesweite TV-Network, die TV-Produktion sowie Verlage und Außenwerbung.

Platz 5: DirecTV
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Mit einem Umsatz von 24,3 Milliarden Euro ist DirectTV der führende amerikanische Anbieter für Satelliten-Pay-TV. Das Telekommunikationsunternehmen AT&T will DirectTV für 48 Milliarden Dollar übernehmen. Dem Deal, gegen den die Video-Onlineplattform Netflix klagt, muss noch die amerikanische Kontrollbehörde FCC zustimmen.

Die US-Sicherheitsfirma FireEye erklärte aber nun, sie gehe von einem Angriff einer russischen Gruppe aus, die vermutlich Verbindungen zur Regierung in Moskau habe. So hätten die Hacker für die "Cyberkalifat"-Webseite den selben Block von IP-Adressen verwendet wie diese Gruppe. Der Software-Code für den Angriff sei auf einer kyrillischen Tastatur geschrieben worden. Die Uhrzeiten entsprächen den normalen Geschäftszeiten in St. Petersburg oder Moskau.

Die Beziehungen zwischen Russland und Frankreich sind wegen der Ukrainekrise angespannt. Vor dem Hintergrund der Kämpfe hat die Regierung in Paris die Auslieferung von zwei Hubschrauberträgern an Russland gestoppt.

  • rtr
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