Dämpfer für Labour bei Nachwahlen
Blair verliert Wahlkreis an Liberale

Bei Nachhwahlen zum Unterhaus hat die Labourpartei des britischen Premierministers Tony Blair einen Dämpfer erhalten. Labour verlor nach Angaben des britischen Senders BBC einen Wahlkreis in Leicester deutlich an die liberaldemokratische Partei.

HB LONDON. Den Wahlkreis in Birmingham konnte Blairs Partei dagegen mit nur 460 Stimmen Vorsprung vor den Liberalen behaupten.

In Leicester Süd kam der Kandidat der Liberaldemokraten auf 34,94 Prozent, Labour auf 29,31 Prozent und die Konservativen auf 19,71 Prozent. Für Labour votierten in Birmingham Hodge Hill 36,45 Prozent. 34,20 Prozent der Wähler stimmten für den Liberaldemokraten. Die Konservative Partei von Oppositionsführer Michael Howard wurde mit 17,33 Prozent nur drittstärkste politische Kraft. Die Nachwahl in Birmingham war durch den Weggang des Amtsinhabers notwendig geworden. Der Abgeordnete in Leicester war im Mai gestorben.

Der Sieger in Leicester-Süd, der liberaldemokratische Politiker Parmjit Singh Gill, erklärte, die Wähler hätten ihr Urteil über den Irak-Krieg abgegeben. „Die Behauptungen über Massenvernichtungswaffen waren übertrieben“, sagte er. „Die Rechtfertigung, die Tony Blair für die Unterstützung George Bushs gab, war falsch.“ Blair habe das Vertrauen der Bevölkerung missbraucht und verloren. Blairs Gesundheitsminister John Reid räumte ein, dass die Wahl Ausdruck des Protests gegen den Irak-Krieg war.

In Leicester stellen Muslime rund 18 Prozent der Bevölkerung. Im Wahlbezirk Hodge Hill in Birmingham machen Muslime rund 14 Prozent der Einwohner aus.

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