Dalai Lama gegen Gewalt
19 Tote bei Protesten in Lhasa

Bei den schweren Ausschreitungen vor einer Woche in Lhasa sind nach amtlichen Angaben 19 Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Polizist. Mehr als 600 Menschen seien verletzt worden, berichtete Tibets Regierung laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua vom Samstag in einer neuen Bilanz.

HB PEKING. Über die Zahl der Toten oder Verletzten unter demonstrierenden oder randalierenden Tibetern wurden keine Angaben gemacht. Nach exiltibetischen Berichten sind bei den Unruhen, die auch auf andere Orte übergegriffen haben, rund 100 Menschen ums Leben gekommen. Chinas amtliche Medien stellten die Vorgänge so dar, dass die meisten Randalierer „von einer Hand voll Schurken angestiftet“ oder einige sogar „gezwungen“ worden seien, an den Protesten teilzunehmen. Die meisten seien einfache und ahnungslose Bürger gewesen. Diese Darstellung passt zum Vorwurf der Pekinger Führung, der Dalai Lama habe die Proteste von langer Hand vorbereitet und organisiert.

Die Beschuldigung wies ein Sprecher des exilierten religiösen Oberhauptes der Tibeter im indischen Dharamsala erneut zurück. „Die Proteste waren nicht koordiniert, niemand hatte sie unter Kontrolle“, sagte der Sprecher. „Wir bedauern, dass sie in Gewalt ausgeartet sind. Der Dalai Lama ist immer gegen Gewalt gewesen“, zitierte ihn der US-amerikanische Sender Radio Free Asia (RFA).

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