Damaskus verspricht Zugang
UN-Experten dürfen Gasangriff untersuchen

Die syrische Regierung hat den Vereinten Nationen eine „sofortige“ Untersuchung des mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatzes erlaubt. Die Sicherheitslage in dem Gebiet gilt als sehr schlecht.
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BeirutDie syrische Regierung hat den Vereinten Nationen eine „sofortige“ Untersuchung des mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatzes in der Nähe von Damaskus erlaubt. Eine entsprechende Vereinbarung habe die syrische Regierung am Sonntag während des Besuchs der deutschen UN-Abrüstungsbeauftragten Angela Kane mit der UNO erzielt, erklärte das syrische Außenministerium. Das von dem Schweden Ake Sellström geleitete UN-Inspektorenteam dürfe die Vorwürfe eines Chemiewaffeneinsatzes in der Provinz Damaskus prüfen. Schon am Montag könnte es soweit sein.

Kane war am Samstag in Syrien eingetroffen, um bei der Regierung auf einen freien Zugang der UN-Experten zu dem mutmaßlichen Einsatzort von Chemiewaffen bei Damaskus zu dringen. Das Team um Sellström hält sich bereits seit einigen Tagen in Syrien auf, um den Chemiewaffeneinsatz an anderen Orten im Land zu untersuchen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon habe den Leiter der Gruppe, den schwedischen Professor Åke Sellström, angewiesen, dem Vorfall höchste Priorität zu geben, hieß es in New York. Ban bestätigte, dass Syriens Regierung die „nötige Zusammenarbeit“ zugesagt habe. Dazu gehöre die „Einstellung der Feindseligkeiten an der Stelle des Vorfalls“. Die Opposition hatte zuvor bereits erklärt, sie könne im Rebellengebiet die Sicherheit der Experten gewährleisten.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach von einer wichtigen Vereinbarung in einer dramatischen Lage. „Ich begrüße, dass die Untersuchung jetzt unverzüglich erfolgen soll“, erklärte der FDP-Minister am Sonntag nach einem Telefonat mit Kane.

Bei dem Angriff am Mittwoch sollen nach Behauptung der Rebellen mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen sein. Eine unabhängige Bestätigung gibt es nicht. Die syrische Regierung weist den Einsatz chemischer Kampfstoffe zurück und beschuldigt stattdessen die Rebellen, Giftgas eingesetzt zu haben. Ärzte ohne Grenzen erklärte, dass in von der Organisation betreuten syrischen Krankenhäusern 3600 Menschen mit Symptomen von Nervengift behandelt worden seien. 355 von ihnen seien gestorben.

Die Regierung hatte es zunächst abgelehnt, eine Fahrt der Inspekteure in den Bezirk Al-Ghuta Al-Scharkija zu erlauben. Daraufhin hatten die USA, Frankreich und Großbritannien den Druck auf das Regime in Damaskus erhöht. Die US-Marine verstärkte ihre Flottenpräsenz im östlichen Mittelmeer. Diplomaten aus den Staaten der sogenannten Kontaktgruppe der Freunde Syriens berieten am Wochenende intensiv über mögliche weitere, auch militärische, Schritte.

Ursprünglich hatte das Regime von Präsident Baschar al-Assad den Inspekteuren, die sich seit einer Woche in Syrien aufhalten, nur die Untersuchung von drei mutmaßlichen Giftgas-Einsätzen in den Provinzen Damaskus-Land, Homs und Aleppo erlaubt. Alle drei Vorfälle liegen schon Monate zurück. Am Sonntag trafen nach Angaben von Aktivisten Hunderte Vertriebene in dem Lager Bab al-Salama an der Grenze zur Türkei ein. Sie sagten, sie hätten ihre Häuser aus Angst vor weiteren Giftgas-Angriffen verlassen.

Die staatlichen syrischen Medien verbreiteten unterdessen Fotos und Erklärungen des Militärs, die belegen sollen, dass die Rebellen im Osten von Damaskus Giftgas eingesetzt hätten und nicht das Regime. Aus dem Außenministerium hieß es nach dem Gespräch Al-Muallims mit Kane: „Al-Muallim hat erklärt, dass Syrien bereit ist, bei dieser Untersuchung mit den Inspekteuren zusammenzuarbeiten, um die Vorwürfe der Terroristen, die Regierungstruppen hätten in Al-Ghuta Al-Scharkija chemische Kampfstoffe benutzt, als Lügen zu entlarven.“

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  • @Schneeflocke: Ihr Zitat "Diese Zahl ist 2,82%." trifft genau den wunden Punkt und ist die Erklärung für alles!!!!!!!!!!!!!
    Ich bin überzeugt, dass weder Russland noch China es ohne Vergeltung zulassen werden, dass in Syrien vom Westen massiv eingegriffen wird. Am Tag danach würde die finanzielle Atombombe platzen und die Amerikaner müssten mangels Gold und Geld zurück aufs Pferd! Das müssen die wahrscheinlich sowieso, aber freiwillig werden die das nicht früher als nötig machen.

  • Wenn die USA und Israeel sagen, dass sie nach einem Giftgaseinsatz angreifen, dann ist klar, dass sie das Giftgas selbst eingesetzt haben, um ihren Angriffskrieg gegen Syrien zu rechtfertigen.

    Ähnlich hat man ja beim Irak-Krieg getrickst!

  • @Hammer
    Nicht wir sind im Krieg gegen Syrien. Nein es ist eine tollwütige westliche Allianz von Politikern (Kriegstreibern) die mit aller Gewalt einen Krieg gegen Syrien anzetteln wollen. Dieser ist natürlich nur der Auftakt gegen den Iran, um den Herr Netanjahu ja schon seit über zwei Jahren bettelt.
    Was wir hier sehen ist nichts anderes wie die Balkanisierung des Mittleren Ostens.
    Dabei ist den Politikern die Gefahr eines dritten Weltkriegs wohl bewußt.
    Ich denke es ist nichts anderes wie eine Ablenkung von den riesigen Problemen, die Amerika und Europa im Moment mit ihren Finanzen haben.
    So ein Krieg wäre doch den Verantwortlichen recht willkommen wenn sie dafür nicht selbst zur Verantwortung gezogen würden. Schließlich sollen wir doch die Banken retten.
    Ein wichtiger Punkt ist hier eine Zahl. Diese Zahl ist 2,82%. Das sind die Zinsen die Amerika mittlerweile auf 10jährige Staatsanleihen zahlen muß. Bei dem Schuldenberg den Amerika hat ist dieser Zinsatz eine einzige Katastrophe.
    Nach dem Motto "Wenn wir schon pleite sind, dann laßt uns noch schnell unser Haus abbrennen, ach ja und wenn wir schon dabei sind am besten auch gleich noch die ganze Stadt.

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