Dank an Nato für Verstärkung in Afghanistan
Karsai hält an Wahlen im September fest

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat der Nato für die Verstärkung des internationalen Truppeneinsatzes in seinem Land gedankt. Das werde für eine Verbesserung der Sicherheit sorgen, sagte Karsai am Dienstag in Istanbul als Gast des NATO-Gipfeltreffens.

ISTANBUL. Der afghanische Präsident Hamid Karsai will trotz Sicherheitsbedenken an den Wahlen im September festhalten. „Nachdem wir dem afghanischen Volk Wahlen im September versprochen und so bemerkenswerten Erfolg bei der Registrierung der Wähler haben, müssen und sollten wir im September Wahlen haben“, sagte Karsai am Dienstag beim Nato-Gipfel in Istanbul.

Am Termin für die Präsidenten- und Parlamentswahlen waren angesichts der anhaltenden Gewalt in Afghanistan Zweifel aufgekommen. Seit August sind bei Angriffen unter anderem auf Aufbauhelfer rund 800 Menschen ums Leben gekommen. In der vergangenen Woche hatte der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Kofi Annan, gesagt, wenn die Sicherheitslage nicht besser werde, drohe eine Verschiebung der Wahlen.

Karsai traf in Istanbul mit Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer zusammen und sollte später mit den Staats- und Regierungschefs der 26 Nato-Staaten über die weitere Entwicklung in Afghanistan beraten. Es wird erwartet, dass er an die Nato appelliert, mehr Truppen zur Stabilisierung seines Landes und zur Absicherung des Wahlprozesses zu entsenden. Die Nato hatte am Montag, dem ersten Gipfeltag eine Aufstockung ihrer Truppen zu den Wahlen selbst angekündigt, nicht aber zur Absicherung der Vorbereitungen dafür. Unklar blieb auch, welche Länder die Aufstockung der Truppen von derzeit rund 6 500 auf 10 000 Soldaten tragen sollen.

Neben Afghanistan stehen Beratungen über die Partnerschaft zwischen der Nato und der Ukraine auf der Tagesordnung des letzten Gipfeltags.

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