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Darfur: Sudan weist Hilfsorganisationen aus

Offenbar als Reaktion auf den internationalen Haftbefehl gegen ihren Präsidenten Omar al-Bashir hat der Sudan mehreren internationalen Hilfsorganisationen die Erlaubnis für ihren humanitäre Einsatz im Norden des Landes entzogen.

Sudans Präsident Omar al-Bashir soll sich nach dem Willen der internationalen Gemeinschaft vor dem Uno-Tribunal in Den Haag verantworten. Quelle: dpa
Sudans Präsident Omar al-Bashir soll sich nach dem Willen der internationalen Gemeinschaft vor dem Uno-Tribunal in Den Haag verantworten. Quelle: dpa

HB NEW YORK. Nach Angaben von Uno-Sprecherin Marie Okabe wurden sie aufgefordert, die Krisenregion unverzüglich zu verlassen. Außerdem hätten Vertreter Khartums einiges Eigentum der Organisationen beschlagnahmt.

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Den Vereinten Nationen sind sechs bis zehn Organisationen bekannt, die von der Maßnahme betroffen seien. Zu ihnen gehören den Informationen zufolge die Hilfsgruppen Oxfam, Solidarités und Mercy Corps. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sehe in der Entwicklung "einen ernsthaften Rückschlag für lebenswichtige Hilfsdienste in Darfur", hieß es. Er appelliere an die sudanesische Regierung, den Organisationen die Arbeitsbewilligung zurückzugeben.

Die Vereinten Nationen wiesen darauf hin, dass regierungsunabhängige Organisationen (NGOs) wie unter anderen Oxfam die Hauptversorger der Bevölkerung in Darfur mit Wasser, Nahrung, Medikamenten und sanitären Hilfsmitteln sind. Ihr Aufbruch werde "sofortige und ernsthafte Konsequenzen für die humanitäre Lage und Sicherheit der Menschen im Norden Sudans, ganz besonders in Darfur haben".

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