„Das Böse steht klar vor uns“
Bush verteidigt den Krieg im Irak

US-Präsident George W. Bush hat den Krieg im Irak bei seinem Besuch in London als berechtigtes Mittel zur Abwehr von Aggression bezeichnet. Aus Protest gegen den Staatsgast demonstrierten bis zu 600 Menschen vor dem Buckingham-Palast.

HB LONDON. Bush sieht die Notwendigkeit des Irak-Krieges durch die jüngsten Anschläge in Istanbul und Bagdad bestätigt. Sie seien „Teil einer weltweiten Kampagne von Terrornetzen“, sagte er am Mittwoch in London. „Diese Terroristen würden, wenn sie die Massenvernichtungswaffen bekämen, die sie wollen, Mill. töten.“ Deshalb sei es so wichtig gewesen, den irakischen Diktator Saddam Hussein zu stürzen.

Am Abend demonstrierten in London etwa 600 Menschen vor dem Buckingham-Palast gegen Bush. „George, go home“, riefen sie. Eine US- Flagge wurde verbrannt. Die Proteste, die ersten seit Ankunft von Bush am Dienstagabend, verliefen nach Polizeiangaben „lautstark aber friedlich“. 29 Personen wurden festgenommen. An diesem Donnerstag wollen in London bis zu 100 000 Menschen gegen Bush und seine Irak- Politik demonstrieren. Der Staatsbesuch steht unter den massivsten Sicherheitsvorkehrungen, die London je gesehen hat.

Während ihres viertägigen Aufenthalts wohnen Bush und seine Frau Laura als Gäste von Königin Elizabeth II. im Buckingham-Palast. Dort fand am Abend ein Staatsbankett zu Ehren des US-Präsidenten statt. „Das Böse steht klar vor uns“, hatte Bush zuvor in der zentralen Rede seines Staatsbesuchs erklärt. „Wer dies nicht wahrhaben will, verstärkt nur die Gefahr.“ Auch der britische Premierminister Tony Blair sagte, Saddam Hussein sei „eine Bedrohung für die Region und die ganze Welt“ gewesen.

Bush versicherte, dass die Amerikaner den Irak erst verlassen würden, wenn dort eine Demokratie aufgebaut worden sei. „Wir sind nicht in den Irak gekommen, um vor Mörderbanden und Attentätern zurückzuweichen“, betonte er. „Wir haben jetzt nur zwei Möglichkeiten: unser Wort zu halten oder unser Wort zu brechen. Die Demokratie im Irak wird sich durchsetzen.“

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