David Cameron: London stemmt sich gegen Schottlands Abspaltungs-Drang

David Cameron
London stemmt sich gegen Schottlands Abspaltungs-Drang

Die Unabhängigkeitsbestrebungen Schottlands haben die britische Regierung alarmiert. Premier Cameron will ein Referendum nicht verhindern. Sein Zugeständnis verband er aber zugleich mit einem eindringlichen Appell.
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LondonIm Streit um einen Volksentscheid über die Unabhängigkeit Schottlands hat Großbritanniens Premierminister David Cameron Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Die Zentralregierung in Westminister wolle in direkte Gespräche mit der Regionalregierung in Edinburgh eintreten, um sich über den Zeitpunkt und die Modalitäten eines Referendums zu verständigen, sagte Cameron am Mittwoch im Parlament in London. Es werde „zu bestimmter Zeit“ auch ein Treffen zwischen Cameron und seinem schottischen Gegenspieler, Ministerpräsident Alex Salmond geben, ergänzte ein Sprecher Camerons.

Einen Tag zuvor hatte Salmond den Herbst 2014 als Zeitpunkt für ein Referendum verkündet. Cameron will dies wesentlich früher, spätestens Mitte 2013 haben. Beide Seiten spekulieren, die Wahrscheinlichkeit, dass die Schotten tatsächlich für die Unabhängigkeit votieren, nehme mit der Zeit zu.

„Ich glaube leidenschaftlich an die Zukunft Großbritanniens“, sagte Cameron im Parlament. „Lasst uns unser Land zusammenhalten.“ Der Premierminister bekam Zustimmung auch vom liberaldemokratischen Koalitionspartner und von der Labour-Opposition.

Vor allem über die Wirtschafts-, Europa und Verteidigungspolitik gibt es Streitigkeiten mit London. Cameron möchte nicht, dass Großbritannien auseinanderdriftet. Die britische Union aus England, Nordirland, Wales und Schottland sei „eine der erfolgreichsten Partnerschaften der Weltgeschichte“, sagte er am vergangenen Wochenende.

Die Schotten wollen vor allem mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit. In Schottland wird fast das gesamte Erdöl Großbritanniens gefördert. Das schottische Öl bringt London im Jahr - je nach Rechenweise - mindestens sechs Milliarden Pfund (rund 7,2 Milliarden Euro) allein an Steuereinnahmen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Mit ein oder zwei Fingerzeigen Englands auf die schottische, militärische Unterlegenheit wird dieses Kapitel, wie in der Vergangenheit, schnell zu den Akten gelegt. Obwohl ichs den Schotten gönnen würde, selbstbestimmt zu sein.

  • die Schotten sind ein kluges Volk gegenüber den Enländern

  • Kein Wunder, als ehrbarer Schotte würde ich diese Abspaltung von "Pleite-England" noch beschleunigen.

    Die Schotten arbeiten und denken wenigstens. Man vergleiche mal schottische Städte, wie Glasgow oder Edinburgh mit Manchester oder Birmingham...

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