Davos 2015: Streit um EZB-Anleihenkäufe, China macht Mut

Davos 2015
Streit um EZB-Anleihenkäufe, China macht Mut

Umstrittene EZB-Anleihenkäufe und die Gefahr einer Eskalation des Ukraine-Konflikts: Beim Weltwirtschaftsforum herrscht kein Mangel an Problemen. Immerhin verspricht China solide Reformen und Wachstum.
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DavosVor der erwarteten Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über einen milliardenschweren Ankauf von Staatsanleihen hat Italien das umstrittene Programm ausdrücklich gelobt. „Die Schritte der EZB werden ein Zeichen setzen, dass Europa in eine neue Richtung geht“, sagte Ministerpräsident Matteo Renzi am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.

Finanzexperten wie Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber beurteilten den möglichen Erfolg des Kaufprogramms, über das die EZB am Donnerstag entscheiden will, jedoch eher skeptisch. China bemühte sich in Davos, der Welt die Furcht vor einem Einbruch seines Wachstums zu nehmen.

Mit Spannung wurde beim WEF erwartet, ob und wie sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag bei ihrem Auftritt auf der Davoser Bühne zu den dann bereits veröffentlichten EZB-Beschlüssen äußert. Deutschland hatte massive Anleihenkäufe bislang als unnötig abgelehnt und stattdessen stärkere Reformanstrengungen angemahnt.

Renzi warf der Europäischen Union vor, bisher immer nur Sparmaßnahmen gefordert zu haben. Europa brauche aber zur Überwindung der Krise „neue Ideen und Investitionen für mehr Wachstum“. Der italienische EZB-Präsident Mario Draghi hält nach eigener Aussage den Ankauf von Staatsanleihen der Eurozone in großem Stil für erforderlich, um eine Deflation zu verhindern - also eine Phase anhaltend fallender Preise, die eine gefährliche Abwärtsspirale der Wirtschaft auslösen könnte.

Weber, der seit 2012 Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS ist, kritisierte, dass dringende Strukturreformen in einigen europäischen Ländern nur schleppend vorangekommen seien. Die EZB habe diesen Staaten mit geldpolitischen Maßnahmen Zeit verschafft, die jedoch von der Politik kaum für Reformen genutzt worden sei.

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Positive Signale aus China

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  • Ein BIld zeichnet sich vor meinen Augen ab:

    Ein Dragi der hinter einen Deutschen Maschinengewehr liegt, der
    Patronengurt mit 500 Euroscheinen gefüllt und auf Frankreich und
    Italien gerichtet.

  • In absoluten Zahlen erwirtschafte China höhere Ergebnisse als früher.

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    Wenn die Liebe EU weiterhin...

    ein drittel mehr aus CHINA importiert als dass die EU

    nach CHINA exportiert...

    dann geht es CHINA auch weiterhin gut.





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