Zum Davos 2017 Special von Handelsblatt Online

Davos 2017
Der dritte Tag

Es ist immer noch unklar, wie sehr die Digitalisierung unsere Wirtschaft und Gesellschaft verändern wird. Am Donnerstag stellt sich das Weltwirtschaftsforum den verschiedenen Herausforderungen der Digitalisierung.
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DavosWer bisher noch wenig mit der neuen Technologie Blockchain anfangen kann, sollte das Gespräch mit Vorstandschef Peter Smith nicht verpassen. Denn die Bedeutung von Blockchain wächst mit jedem Tag, mit jeder neuen Transaktion mit der digitalen Währung Bitcoin. Die Blockchain-Software hat bis Ende des vergangenen Jahres bereits mehr als 100 Millionen Transaktionen erfasst.

Einen weiteren Schub wird die noch junge Technologie dadurch erlangen, dass sich namhafte Unternehmen wie Accenture, Cisco, IBM, JP Morgan und Wells Fargo für die Entwicklung von Blockchain ausgesprochen haben. Einen Blick in digitale Zukunft wirft auch die Veranstaltung „Die Macht von Plattformen“. Der Aufstieg von Facebook, Uber und Airbnb hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll Plattform-Technologien im digitalen Zeitalter sind. Heute muss man eben keine eigenen Taxis oder Hotelzimmer besitzen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Welche Möglichkeiten Plattform-Ökonomien für die Entwicklung eigener Geschäftsmodelle bieten, diskutieren unter anderem Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und Monsanto-Chef Hugh Grant. Dass die digitale Transformation auch von Regierungen aktiv begleitet werden muss, debattiert eine Runde um den OECD-Generalsekretär Ángel Gurría. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble obliegt es, die deutsche Agenda für die G20 zu präsentieren. In diesem Jahr hat Deutschland den Vorsitz in der Runde der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

Zusammen mit den Finanzministern Brasiliens, Argentiniens und Südafrikas wird Schäuble darüber diskutieren, welchen Beitrag Strukturreformen und Finanzpolitik für das Wirtschaftswachstum leisten. Ein großes Thema dürfte zudem die Frage sein, wie noch mehr Menschen von den Gewinnen der Globalisierung profitieren können. Dass die britische Premierministerin Theresa May nach Davos reist, ist ein gutes Zeichen. Denn bisher ist noch reichlich unklar, wie Großbritannien den Ausstieg aus der Europäischen Union gestalten will.

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Fotos: DPA, BLOOMBERG, T. Tuma, Nik Hunger

Wahrscheinlich werden die 30 Minuten, die für das Gespräch mit May und WEF-Gründer Klaus Schwab vorgesehen sind, kaum reichen, um alle Fragen zu beantworten. Das wird vermutlich auch der Runde um Microsoft-Gründer Bill Gates kaum gelingen, wenn Lösungen im Kampf gegen globale Epidemien wie Ebola gesucht werden.

Sven Afhüppe
Sven Afhüppe
Handelsblatt / Chefredakteur

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