Zum Davos 2017 Special von Handelsblatt Online

George Soros
„Ich bin überzeugt, dass Trump scheitern wird“

Der legendäre Investor George Soros warnt vor der Unsicherheit an den Märkten. Der Europäischen Union stünden schwierige Zeiten bevor. Besonders schlecht fällt sein Orakel aber für den künftigen US-Präsidenten aus.
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DavosGeorge Soros gilt als eine Art Orakel der Finanzbranche. Und einmal im Jahr holt der 86 Jahre alte Milliardär beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos zum prophetischen Rundumschlag aus. Dieses Jahr griff er dabei den künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump einen Tag vor dessen Inauguration scharf an und sagte ihm ein Scheitern vorher.

„Ich bin davon überzeugt, dass er scheitern wird. Und ich hätte gerne, dass er scheitert“, sagte der Starinvestor bei einem Dinner am Donnerstagabend im Davoser Seehotel. Im gleichen Atemzug sagte Soros ein baldiges Ende des jüngsten, durch Trump angetriebenen Aktienmarktaufschwungs voraus. „Derzeit ist die Unsicherheit auf einem Höchststand. Und Unsicherheit ist der Feind von langfristigen Investments.“

Trump scheint der neue Lieblingsfeind des Investors zu sein, der mit seiner Open Society Foundations dafür kämpft, die freiheitliche Grundordnung weltweit zu verbreiten. Zuvor hatte er mit Vorliebe gegen autokratische Herrscher wie Wladimir Putin gestänkert.

Soros setzt auf demokratische Institutionen in Amerika

„Ich habe Trump als Blender, Betrüger und Möchtegern-Diktator beschrieben“, so Soros. Doch die noch immer starken demokratischen Institutionen in Amerika werden die Alleinherrscher-Mentalität des Immobilienunternehmers ausbremsen, ist Soros überzeugt. „Er wäre ein Diktator, wenn er damit davonkommen würde. Aber das wird er nicht.“

Die Wahl Trumps schmerzt Soros nicht nur als Weltbürger, sondern auch als Investor: Weil er auf einen Börsenabschwung durch den Schock der Trump-Wahl gesetzt hatte, hat der prominente Geldanleger einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge zuletzt eine Milliarde Dollar verloren.

„Ich bin davon überzeugt, dass Trump scheitern wird“, sagte der Investor in Davos. „Denn die Ideen, die ihn antreiben, sind in sich widersprüchlich.“ Der künftige Präsident hat unter anderem angekündigt, die Unternehmenssteuern drastisch zu senken. Gleichzeitig drohte er damit, Handelshemmnisse gegen unliebsame Staaten wie China aufzubauen.

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„Die EU steckt mitten in der Auflösung.“

Kommentare zu " George Soros: „Ich bin überzeugt, dass Trump scheitern wird“"

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  • Was haben Sie eigentlich gegen Herrn Soros ? Fakten bitte und keine Verschwörungstheorien.
    Natürlich ist der kein Engel, aber er bezahlt wenigstens seine Steuern - im Gegensatz zu "President Elect".
    Eine alte Volksweisheit lautet: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metger selber."
    Das haben unsere amerikanischen Freunde gemacht; zwar nicht die Mehrheit der Wahlberechtigten, aber genügend, um Mr. T. auf den Thron zu heben.
    Leider wird der Rest der Welt darunter zu leiden haben - der größte Teil der Trumpwähler übrigens auch.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Soros hat erst vor kurzem viel, viel Geld in den Sand gesetzt, weil er gegen Trump wettete. Man soll kein gutes Geld schlechtem Geld hinterherwerfen, sagt man an der Börse ...

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