Zum Davos 2017 Special von Handelsblatt Online

Davos 2017 Der dritte Tag

Es ist immer noch unklar, wie sehr die Digitalisierung unsere Wirtschaft und Gesellschaft verändern wird. Am Donnerstag stellt sich das Weltwirtschaftsforum den verschiedenen Herausforderungen der Digitalisierung.
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Der Aufstieg von Facebook, Uber und Airbnb hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll Plattform-Technologien im digitalen Zeitalter sind. Quelle: AFP
Weltwirtschaftsforum

Der Aufstieg von Facebook, Uber und Airbnb hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll Plattform-Technologien im digitalen Zeitalter sind.

(Foto: AFP)

DavosWer bisher noch wenig mit der neuen Technologie Blockchain anfangen kann, sollte das Gespräch mit Vorstandschef Peter Smith nicht verpassen. Denn die Bedeutung von Blockchain wächst mit jedem Tag, mit jeder neuen Transaktion mit der digitalen Währung Bitcoin. Die Blockchain-Software hat bis Ende des vergangenen Jahres bereits mehr als 100 Millionen Transaktionen erfasst.

Einen weiteren Schub wird die noch junge Technologie dadurch erlangen, dass sich namhafte Unternehmen wie Accenture, Cisco, IBM, JP Morgan und Wells Fargo für die Entwicklung von Blockchain ausgesprochen haben. Einen Blick in digitale Zukunft wirft auch die Veranstaltung „Die Macht von Plattformen“. Der Aufstieg von Facebook, Uber und Airbnb hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll Plattform-Technologien im digitalen Zeitalter sind. Heute muss man eben keine eigenen Taxis oder Hotelzimmer besitzen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Die besten Zitate des Tages
„Deutschland muss Führungsrolle in Europa übernehmen.“
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In einer Diskussionsrunde betont Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, dass „wir für etwas kämpfen, nicht gegen etwas“. Demokratie, offene Gesellschaften, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte seien die Punkte, für die Europa und die USA in ihrer Allianz geeint kämpfen. Zudem „muss Europa einen fairen Anteil an der Last schultern“.

„In den Industrieländern ist die Mittelschicht definitiv in der Krise.“
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IWF-Chefin Christine Lagarde sieht den Kampf gegen Ungleichheiten in der Gesellschaft als zentrales Element im Umgang mit Populisten. Ausufernde Ungleichheit sei kontraproduktiv für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum, sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds in Davos. Um dem gegenzusteuern, müsse unter anderem Reichtum umverteilt werden. Dies sei ein zentraler Punkt jeder Strategie, so Lagarde.

Globalisierung mit mehr Protektionismus in den einzelnen Ländern umzukehren, sei der falsche Weg.
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Laut der IWF-Chefin müsse eine Strategie gegen Ungleichheiten auch eine genaue Analyse beinhalten, wie neue Technologien den Arbeitsmarkt beeinflussen.

„Viele Menschen glauben, dass die politische Elite komplett versagt hat.“
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Die Leute seien laut Eric Cantor, Investmentbanker bei Moelis&Company, auf der Suche nach starken Führern, die auch ihre Identität bewahren könnten. Er sieht aber auch noch einen anderen Lösungsansatz: „Wenn wir das Vertrauen zurückgewinnen wollen, müssen wir vor allem das Problem der Einwanderung lösen.“

„Ich bin ein großer Fan der Globalisierung.“
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Auch der scheidende Vizepräsident der USA, Joe Biden, ist zu Gast. Die Globalisierung habe aber nicht nur positive Effekte. Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklaffe, sei ebenso eine Folge der Globalisierung.

Russland will „die jahrzehntelangen Fortschritte“ zerstören.
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Weiterhin hat der 74-Jährige mit scharfen Angriffen gegen Russland zur Verteidigung der liberalen Weltordnung aufgerufen.

„Wir haben keine Vision in Europa.“
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Dem italienischen Finanzminister, Pier Carlo Padoan, fehlt ein Plan, den die Europäische Union den populistischen Kräften entgegensetzen kann. Europa habe keine Antwort auf Trump oder die Brexit-Entscheidung.

Welche Möglichkeiten Plattform-Ökonomien für die Entwicklung eigener Geschäftsmodelle bieten, diskutieren unter anderem Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und Monsanto-Chef Hugh Grant. Dass die digitale Transformation auch von Regierungen aktiv begleitet werden muss, debattiert eine Runde um den OECD-Generalsekretär Ángel Gurría. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble obliegt es, die deutsche Agenda für die G20 zu präsentieren. In diesem Jahr hat Deutschland den Vorsitz in der Runde der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

Zusammen mit den Finanzministern Brasiliens, Argentiniens und Südafrikas wird Schäuble darüber diskutieren, welchen Beitrag Strukturreformen und Finanzpolitik für das Wirtschaftswachstum leisten. Ein großes Thema dürfte zudem die Frage sein, wie noch mehr Menschen von den Gewinnen der Globalisierung profitieren können. Dass die britische Premierministerin Theresa May nach Davos reist, ist ein gutes Zeichen. Denn bisher ist noch reichlich unklar, wie Großbritannien den Ausstieg aus der Europäischen Union gestalten will.

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Fotos: DPA, BLOOMBERG, T. Tuma, Nik Hunger

Wahrscheinlich werden die 30 Minuten, die für das Gespräch mit May und WEF-Gründer Klaus Schwab vorgesehen sind, kaum reichen, um alle Fragen zu beantworten. Das wird vermutlich auch der Runde um Microsoft-Gründer Bill Gates kaum gelingen, wenn Lösungen im Kampf gegen globale Epidemien wie Ebola gesucht werden.

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