Zum Davos 2018 Special von Handelsblatt Online

Weltwirtschaftsforum Das bringt Tag 1 – Zusammen in die Zukunft

Heute startet in Davos das Weltwirtschaftsforum. Politiker und Topmanager diskutieren große globale Probleme. Am Dienstag präsentiert Kanadas Premierminister Justin Trudeau seine Agenda für den Vorsitz der G7-Staaten.
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Kanadas Premierminister Justin Trudeau spricht am Dienstag beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos über seine Agenda für den Vorsitz der G7-Staaten. Quelle: AP
Kanadas Premier kommt nach Davos

Kanadas Premierminister Justin Trudeau spricht am Dienstag beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos über seine Agenda für den Vorsitz der G7-Staaten.

(Foto: AP)

DavosDas World Economic Forum wartet 2018 mit einer Rekordzahl von Top-Politikern auf: Stolze 70 Staats- und Regierungschefs tummeln sich dieses Jahr in den Graubündner Alpen, um die großen globalen Probleme zu diskutieren. Und zum Start des Wirtschaftsgipfels am Dienstag geht es gleich hochkarätig los: Kanadas Premierminister Justin Trudeau wird am Abend seine Agenda für den Vorsitz der G7-Staaten präsentieren, den das Land seit Anfang Januar innehat.

Kanadas Plan für das Bündnis sieben westlicher Staaten hat viele Schnittmengen mit den Themen des Weltwirtschaftsgipfels: So will Trudeau die internationalen Krisen bekämpfen, den Kampf gegen den Klimawandel verstärken sowie mehr Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen und ein stabiles Sicherheitsgerüst für die Welt schaffen. Dazu hat er im Juni zum G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in die kanadische Provinz Quebec geladen.

Doch zunächst einmal werden die Staatschefs die Schweizer Berge zu ihrer Weltbühne machen. Und es könnte gut sein, dass die am Dienstag von Trudeau vorgestellte Agenda schon wenige Tage später durch wuchtige „America first“-Parolen des US-Präsidenten Donald Trump in Stücke gerissen wird. Trump wird kurz vor Abschluss der Konferenz am Freitagnachmittag reden und dürfte schon im Vorfeld die Gespräche auf den Fluren des Davoser Kongresszentrums dominieren.

Ebenfalls viel beachtet dürfte die Eröffnungsrede des indischen Premiers Narendra Modi sein. Ein Jahr nach dem fulminanten Auftritt von Chinas Staatspräsident Xi Jinping, bei dem er sich auf dem Davoser Parkett als Verteidiger des Freihandels inszenierte, dürfte Modi vor allem daran erinnern, dass auch Indien einen Platz als aufstrebende globale Wirtschaftsmacht beansprucht.

Aber auch China wird am Eröffnungstag wieder ein viel diskutiertes Thema sein, und das obwohl in diesem Jahr deutlich weniger politische Prominenz aus der zweitgrößten Wirtschaftsnation der Welt anwesend ist. Schon seit einiger Zeit mehren sich Sorgen über die rapide gestiegene Verschuldung des Landes und ein mögliches Platzen der Immobilienblase. In der Debatte über heiß gelaufene Märkte und die Risiken einer neuen Finanzkrise wird daher Fang Xinghai, Vizechef der wichtigen Finanzaufsicht China Securities Regulatory Commission, ein gefragter Gesprächspartner sein.

Der Dienstagnachmittag steht ganz im Zeichen der Umbrüche durch die digitale Revolution. So werden der Chef des Taxisdienstes Uber, Dara Khosrowshahi, und Ruth Porat, im Google-Vorstand für Finanzen verantwortlich, diskutieren, wie mehr Vertrauen für neue Technologien geschaffen werden kann. Der autonome Verkehr, der Siegeszug der Algorithmen und die sozialen Folgen der Digitalisierung werden ebenfalls thematisiert.

Eine zentrale Rolle werden der Kampf gegen Geschlechterungleichheit und die MeToo-Debatte einnehmen. Davos hat den Ruf als ein Treffen weißer Männer. Dagegen wurde nun ein Zeichen gesetzt: Alle sieben Co-Vorsitzende des Gipfels sind Frauen – darunter die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, sowie die IBM-Chefin Ginni Rometty. Am Dienstag präsentieren sie ihre Vision für eine gemeinsame Zukunft der Nationen.

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