Dean will «unorthodox» sein
US-Demokraten mit neuer Spitze

Howard Dean ist neuer Vorsitzender der US-Demokraten. Er kündigte einen «unorthodoxen» Kurs an.

HB BERLIN. Die US-Demokraten haben den Ex-Gouverneur von Vermont, Howard Dean, zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Dean wurde in Washington von einer überwältigenden Mehrheit der 447 Delegierten gewählt. Der Politiker kritisierte auf der Tagung des demokratischen Nationalkomitees die Haushaltspolitik von US-Präsident George W. Bush als «rücksichtslos und unverantwortlich». Er kündigte eine intensive Kampagne seiner Partei vor allem über Grundwerte an, «damit die Amerikaner wieder wissen, für was wir Demokraten stehen».

Die Demokraten werden sich auf klare Worte gefasst machen müssen. Aber sie bauen auch auf das Organisationsgeschick Deans und sein Talent, Geld in die Parteikasse zu bringen. «Es gibt viele Leute in dieser Stadt, die Angst haben, dass ich sehr unorthodox sein werde - und das bin ich auch», sagte er.

Dean war im vergangenen Jahr John Kerry im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur unterlegen. In der Partei gilt er aber weiter als Hoffnungsträger.

Er galt aber zuerst nicht als Favorit für die Nachfolge des bisherigen Parteichefs Terry McAuliffe. Zunächst bemühten sich mehrere hochrangige Parteimitglieder um den Posten, Dean konnte aber zunehmend Unterstützung gewinnen.

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