Debatte um mögliche Fehleinschätzungen der Nachrichtendienste
Bush will Fakten über irakische Waffen

Nach neun Monaten der vergeblichen Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak will jetzt auch US-Präsident Bush «die Fakten wissen». Ob es eine Untersuchung dazu gibt, sagte er nicht.

HB BERLIN. US-Präsident George W. Bush hat sich am Freitag zu der bislang vergeblichen Suche nach Massenvernichtungswaffen in Irak geäußert. «Ich will die Fakten darüber wissen», sagte Bush in Washington. Er äußerte sich aber nicht zu der Frage, ob er eine unabhängige Untersuchung zu US-Geheimdienstberichten unterstütze, die die Existenz von Massenvernichtungswaffen behauptet hatten. Dies hatten oppositionelle Demokraten, aber auch der frühere US-Chefwaffeninspekteur David Kay gefordert.

Bush sagte, er wolle in der Lage sein, die bisherigen Ergebnisse der Suche mit den Berichten der Geheimdienste vor dem Krieg zu vergleichen. Die Nationale Sicherheitsberaterin, Condoleezza Rice, hatte am Donnerstag eingeräumt, dass die Informationen der Geheimdienste möglicherweise falsch waren.

David Kay hatte zuvor eine grundlegende Analyse der US-Geheimdienstarbeit gefordert, weil die Nachrichtendienste sich seiner Ansicht nach bei der Einschätzung des irakischen Waffenpotenzials irrten. Der Inspektor war vor einer Woche zurückgetreten und hatte dabei gesagt, die irakische Regierung habe seiner Auffassung nach zu Kriegsbeginn keine Massenvernichtungswaffen gehabt und in den 90er Jahren auch keine großen Produktionsprogramme aufgelegt.

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